Ichthyose (Fischschuppenkrankheit) Ursachen, Symptome und Behandlung

Was ist Ichthyose?

Bei Ichthyose handelt es sich um eine nicht ansteckende Verhornungsstörung der Haut. Charakteristisch sind dabei Muster aus weißen bis grau-grünlichen Hautschuppen, die entfernt an Fischschuppen erinnern. Darum wird diese Erbkrankheit umgangssprachlich auch Fischschuppenkrankheit genannt ("ichthýs" ist die altgriechische Bezeichnung für Fisch). 

Zu den Ichthyosen gehören mindestens 20 verschiedene Arten, die teilweise sehr selten auftreten. In diesem Artikel behandeln wir die mildeste, jedoch am weitesten verbreitete Form, die Ichthyose vulgaris. Man geht davon aus, dass ca. 1 von 250 Menschen daran leidet.

Wie zeigt sich die Hautkrankheit Ichthyose?

Die Ichthyosis vulgaris tritt in der Regel bis zum zweiten Lebensjahr erstmalig auf und verstärkt sich bis zur Pubertät. In den Sommermonaten bessert sie sich meist. In vielen Fällen tritt mit zunehmendem Alter eine leichte Verbesserung ein. Neben den Extremitäten ist in einigen Fällen auch die Kopfhaut betroffen. Darüber hinaus wird häufig auch eine verstärkte Handlinienzeichnung beobachtet (Ichthyose-Hand).

Ein Großteil der Betroffenen zeigt parallel Symptome von Neurodermitis und bis zu 75 % leiden zeitgleich an Keratosis pilaris.

Hautschuppen bei Ichthyose (Fischschuppenkrankheit)
Charakteristisch bei Ichthyose sind die verdickten, trockenen Hautschuppen.

Ursachen und Symptome der Fischschuppenkrankheit

Ichthyosen werden durch Gendefekte hervorgerufen und zählen zu den Erbkrankheiten, die beide Geschlechter gleichermaßen betreffen. Bei der Krankheit gerät die Erneuerungsfunktion der Haut aus dem Gleichgewicht. Sie produziert entweder zu schnell neue Zellen oder ist nicht in der Lage, abgestorbene Zellen schnell genug abzustoßen. Das Ergebnis ist in beiden Fällen gleich: Es entsteht ein Zellenstau in der Hornschicht, da die abgestorbenen Zellen sich nicht schnell genug lösen. Die Haut verdickt sich zunehmend.

Die deutlich verdickte Hornschicht kann nicht ausreichend Wasser binden. Sie trocknet aus, schrumpft und bricht auf. Die Risse vertiefen und verbreitern sich. Schließlich entsteht so das typische Schuppenmuster. Irgendwann schuppt auch die Ichthyosehaut ab – aber erst nachdem sie sich beträchtlich aufgebaut hat. Bei gesunder Haut fallen die Hornzellen einzeln und für uns unsichtbar ab. Bei Ichthyose lösen sie sich in zusammengeballter oder verklumpter Form als deutlich sichtbare Schuppen ab

Tipps zur Ichthyose-Behandlung

Leider ist diese Hautkrankheit nicht heilbar. Dennoch lassen sich die Symptome mit intensiver Pflege lindern.
Als hilfreich haben sich folgende Maßnahmen im Allgemeinen bewährt:

Bäder:
Da die Haut zu trocken ist, sind Bäder mit Kochsalz und anderen Zusätzen empfehlenswert. Mit weichen Schwämmen lässt sich die Haut vorsichtig entschuppen – das vermeidet weitere Risse und schmerzhafte Entzündungen.
 
Sind die Symptome ausgeprägt, empfiehlt es sich zweimal täglich in die Wanne zu steigen. Auch Dampfbäder weichen die Verhornungen auf – ein feuchtes Klima wirkt sich im Übrigen generell positiv auf die Haut der Betroffenen aus.

Gewissenhafte Hautpflege:
Neben weiteren Therapieansätzen steht die Behandlung mit Hautcremes und Hautlotionen im Mittelpunkt. Mit den richtigen Produkten können sehr gute Resultate erzielt werden.

Hautsalben spielen bei der Behandlung der Fischschuppenkrankheit eine wichtige Rolle. Die Haut sollte – je nach Ausprägung – mehrmals täglich mit einer rückfettenden Salbe oder Creme eingerieben werden. Das wirkt der Austrocknung der Haut entgegen.

Sonnenlicht:
Einige Dermatologen verschreiben gerade in den kälteren und sonnenarmen Jahreszeiten Therapien mit UV-Licht, um die Situation zu verbessern. 

Kleidung:
Es ist ratsam, auf die richtige Kleidung zu achten. Während sich Baumwolle und Leinen sehr gut eignen, können synthetische Stoffe und Wolle u. U. zu unangenehmen Hautreizungen führen. 

Medikamente:
Es ist darüber hinaus möglich, Ichthyosis mit Tabletten zu behandeln, die den Wirkstoff Acitretin enthalten.

Sauna oder Dampfbäder bei Fischschuppenkrankheit
Dampfbäder können die Haut aufweichen und erleichtern das Abschuppen.
Sonnenschein und UV-Licht helfen bei der Fischschuppenkrankheit-Behandlung
Sonnen- bzw. UV-Licht können das Hautbild verbessern.
Medikamente zur Ichthyose-Behandlung
Die Symptome von Ichthyosis lassen sich auch medikamentös behandeln.

Insbesondere bei der Behandlung von Babys und Kleinkindern sollte unbedingt ein Facharzt konsultiert werden.

Geeignete Pflege bei Fischschuppenkrankheit

Die besten Ergebnisse erzielen bei Ichtyose Cremes und Lotionen, die Urea (Harnstoff) enthalten und frei sind von Düften oder Farbstoffen. Diese Produkte unterstützen die Abschuppung der Haut, so dass Feuchtigkeit besser aufgenommen werden kann.

Dazu gehört z. B. die UreaRepair PLUS Lotion 10%. Dabei handelt es sich um eine Hautlotion, die zur Pflege von extrem trockener Haut entwickelt wurde und sanft einmassiert wird. Sie enthält Urea, wirkt beruhigend auf die Haut und fördert den Abtransport abgestorbener Hautschuppen. Die Lotion wird häufig therapiebegleitend bei Ichthyose angewendet und sorgt für einen gesunden Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Umfangreiche dermatologische Studien an trockener Haut belegen die sehr gute Wirksamkeit.

Zur weiteren Unterstützung können Salben mit Salicylsäure oder Fruchtsäure verwendet werden. Diese Peelings helfen ebenfalls dabei, die Hautporen zu öffnen und Verhornungen zu lösen.

Ichthyose Creme
Die UreaRepair PLUS Lotion spendet intensiv Feuchtigkeit und fördert die Abschuppung.

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