Aknebehandlung – Was hilft bei Akne?

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Viele Betroffene, die an einer schwereren Form von Akne leiden (Acne papulopustulosa oder Acne conglobata), entscheiden sich für eine medikamentöse Aknetherapie, um die Symptome zu lindern. Glücklicherweise stehen heute wirksame Medikamente zur Behandlung von Akne zur Verfügung, die – rechtzeitig verordnet und regelmäßig angewendet – zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome führen und damit auch das Risiko bleibender Hautschäden deutlich reduzieren.

Die gängigsten Methoden: Wie lässt sich Akne behandeln?

Grundsätzlich existieren verschiedene Möglichkeiten, gegen unreine, zu Akne neigende Haut vorzugehen: 

Geeignete Hautpflege sollte in jedem Fall die Basis bei jeder Akne-Behandlung darstellen. Doch auch mit der richtigen Ernährung können Sie Akne entgegenwirken, Sport kann Akne ebenfalls beeinflussen und natürlich kann sich auch Stress auf Akne auswirken

Je früher Sie mit Ihren Symptomen zum Hautarzt gehen, desto besser. Denn nur mit einer frühzeitigen und effektiven Aknebehandlung können Sie einer Verschlechterung der Hauterscheinungen und dem Risiko von Narbenbildung entgegenwirken.

Akne-Behandlung mit Medikamenten

Welche Medikamente und Therapien helfen gegen Akne?

Topische (das heißt örtlich aufgetragene) Salben sind meist die ersten Mittel der Wahl

Nach sorgfältiger Untersuchung der Hauterscheinungen wählt der Hautarzt eines oder mehrere geeignete Medikamente zur Behandlung von Akne aus, die zielgerichtet gegen die zugrundeliegenden Faktoren der Akne-Haut wirken.

  • Verringerung der Talgproduktion, um die verstärkte Talgproduktion (Seborrhö) zu reduzieren.
  • Förderung der Abschuppung, um die Verdickung der obersten Hautschicht (Hyperkeratose) zu reduzieren.
  • Reduktion der mikrobiellen Besiedlung, um Entzündungen vorzubeugen.
  • Linderung der bestehenden Entzündungen.

Zu den meist genutzten Wirkstoffen und Mitteln zur Behandlung von Akne gehören:

Benzoylperoxid

Äußerlich aufgetragener Wirkstoff, der über milde komedolytische (Poren öffnende) Eigenschaften verfügt, Bakterien auf der Haut reduziert und dadurch auch entzündungshemmend wirkt.
Mögliche Nebenwirkungen: trockene, spannende Haut, Brennen, Juckreiz und Rötungen. Diese lassen normalerweise mit Ende der Behandlung nach.

Topische Retinoide

Äußerlich aufgetragene Mittel, welche die Abschuppung abgestorbener Hautzellen beschleunigen. Öffnen verstopfte Poren, Talg kann besser abfließen, wirkt anti-entzündlich.
Mögliche Nebenwirkungen: leichte Hautirritationen, Stechen, Lichtempfindlichkeit.

Topische Antibiotika

Äußerlich aufgetragen wirken diese Mittel antibakteriell und damit entzündungshemmend. Die topische Anwendung von Antibiotika wird nicht als alleinige Therapie, sondern nur in Kombination empfohlen.
Mögliche Nebenwirkungen: leichte Irritationen, Rötungen, leichtes Brennen und Bakterienresistenz.

Azelainsäure

Normalisiert den bei Akne meist gestörten Verhornungsprozess der Haut und wirkt antibakteriell. Wird eingesetzt, wenn Benzoylperoxid und topische Retinoide keine ausreichende Wirkung hatten oder die Haut lichtempfindlich reagiert.
Mögliche Nebenwirkungen: Meist harmlos, Brennen, Stechen, Juckreiz, Rötungen.

Orale Antibiotika

Tetracycline und Erythromycin. Als Tablette gegen Akne eingenommen reduzieren sie das Wachstum der Akne-auslösenden Bakterien und verhindern Hautinfektionen. Werden immer in Kombination eingenommen, um Resistenzen vorzubeugen
Mögliche Nebenwirkungen: Insbesondere bei Erythromycin diverse mögliche Nebenwirkungen, daher wird meist Tetracyclin zuerst empfohlen – das kann allerdings die Haut lichtempfindlicher machen und die Wirkung der Pille herabsetzen.

Kombinierte orale Kontrazeptiva

(Die Pille) Hemmt bei Frauen die Wirkung männlicher Sexualhormone, wirkt gegen zu hohe Talgproduktion.
Mögliche Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Übelkeit, Stimmungsschwankungen. Kann außerdem den Blutdruck erhöhen und steht mit einem größeren Thrombose-Risiko in Verbindung.

Orales Isotretinoin

Wird erst bei schwerer Akne in Tablettenform eingesetzt, wenn andere Mittel nicht die erwünschte Wirkung hatten. Hemmt die Talgproduktion, wirkt antikomedogen, komedolytisch und reduziert Bakterien auf der Haut.
Mögliche Nebenwirkungen: Lippentrockenheit, Lippenentzündung, Hautreizungen im Gesicht, Hautschuppung, trockene Nasenschleimhaut, Juckreiz, trockene Mundschleimhaut, Reizungen der Augenbindehaut, Verdünnung der Haut mit erhöhter Verletzlichkeit, Haarausfall (leicht), Muskel- und Gelenkschmerzen, Nasenbluten.
Achtung: Isotretinoin setzt die Wirkung der Pille herab und wirkt fruchtschädigend (eine Schwangerschaft muss daher ausgeschlossen werden).

Die entsprechenden Akne Medikamente und Arzneien werden vom Hautarzt je nach Ausprägung der Hauterscheinungen und Eignung der Präparate entweder als Monotherapie oder als Kombinationstherapie verordnet.

Ärztliche Akne-Behandlung

Was ist bei einer Aknebehandlung zu beachten?

Bei schwereren Fällen von Akne können Antibiotika verschrieben werden

Die Aknebehandlung von Akne erfolgt nach nationalen und internationalen Handlungsempfehlungen. So möchte man sicherstellen, dass alle Ärzte bzw. Dermatologen die gleichen Behandlungsmaßstäbe anlegen. Anhand dieser evidenzbasierten Richtlinien* erhalten Ärzte Informationen, welche Behandlungen, ob alleine oder in Kombination, sich bei den individuellen Hauterscheinungen und dem jeweiligen Schweregrad eignen. Dabei beachten sie den Schweregrad, verschiedene Hauttypen, das Geschlecht und mögliche Alternativen der Aknebehandlung.

Am Anfang jeder Aknetherapie steht zunächst einmal die genaue Untersuchung Ihrer Symptome
Bei einer Schwangerschaft gelten besondere Regeln – und einige Medikamente sind in dieser Zeit ungeeignet

Bestimmte orale Aknetherapien, die verschreibungspflichtig sind, sollten nicht während einer Schwangerschaft angewendet werden, besonders nicht in den ersten drei Monaten. In diesem Fall empfehlen die Ärzte Alternativen.

"Bei jeder Art der Behandlung, ob medikamentös oder nicht, sollte beachtet werden, dass sich die Wirkung erst nach einer gewissen Zeit einstellt."

In der Regel schlägt eine Behandlung nach vier bis acht Wochen an, manchmal jedoch auch erst nach drei Monaten. Gelegentlich kann sich die Symptomatik anfangs zunächst sogar verschlechtern. Durchhaltevermögen ist die Voraussetzung einer effektiven Behandlung. Patienten sind daher oft schnell entmutigt und beenden die Therapie vorzeitig. Wir können trotzdem nur empfehlen: Halten Sie durch und behalten Sie die verordnete Therapie mit der täglichen Reinigung und Pflege konsequent bei – auch wenn sich eine Verbesserung nicht sofort einstellt.

Lesen Sie hier mehr über die Entstehung, Auslöser und Einflussfaktoren von Akne.

Unerwünschte Effekte

Diese Pflegeprodukte helfen bei möglichen Nebenwirkungen der Aknebehandlung

Eine Aknebehandlung mit Medikamenten kann unerwünschte Effekte auslösen. Bei äußerlich angewendeten Arzneimitteln sind mögliche Nebenwirkungen: Rötungen, Brennen, Stechen, Trockenheit und Reaktionen aufgrund höherer Lichtempfindlichkeit.

Bei Tabletten gegen Akne kann es zu Austrocknung der Haut und Schleimhäute, trockene Lippen, evtl. Erstverschlechterung des Hautzustandes, Reizungen der Augenbindehaut und Lichtempfindlichkeit kommen.

Diesen Effekten können Sie mit einer therapiebegleitenden Feuchtigkeitspflege entgegengenwirken, zum Beispiel mit Eucerin DERMOPURE Therapiebegleitende Feuchtigkeitspflege. Diese eignet sich optimal als Pflegeergänzung zu einer Aknetherapie, um intensiv Feuchtigkeit zu spenden, Hautirritationen zu mildern und dadurch die Haut wieder unter Kontrolle zu bringen.

Bei einer Akne-Therapie ist ausreichender Sonnenschutz besonders wichtig

Gerade bei einer medikamentös behandelten Akne ist es wichtig, dass Sie Ihre Haut ausreichend und konsequent vor Sonneneinstrahlung schützen. Durch die Wirkstoffe reagiert die Haut besonders empfindlich auf die UVA- und UVB-Strahlung der Sonne. Wenn Sie sich also draußen aufhalten, schwimmen oder schwitzen, sollten Sie regelmäßig zusätzlich einen Lichtschutz auftragen – zum Beispiel Eucerin Sun Gel-Creme Oil Control LSF 50.

* Nast, A., Dréno, B., Degitz, K. et al. (2012), European Evidence-based (S3) Guidelines for the Treatment of Acne, Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 26, S. 1–29.

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