Muttermale und Leberflecken im Gesicht beobachten

Muttermale und Leberflecken – Auffällige Pigmentflecken erkennen und handeln

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Was ist der Unterschied zwischen Muttermalen und Leberflecken?

Muttermale bzw. Leberflecken auf dem Arm sind meistens harmlos
Ob jemand eher mehr oder weniger zu Muttermalen neigt, ist meist eine Frage der familiären Veranlagung.

Im Grunde gibt es keinen Unterschied zwischen einem Muttermal und einem Leberfleck. Der Begriff „Leberfleck“ bezeichnet umgangssprachlich einen Pigmentfleck oder ein Muttermal. Dieser Bezeichnung liegt die Fehlannahme zugrunde, Leberflecken entwickelten sich aufgrund einer Lebererkrankung. Dabei handelt es sich bei den bräunlichen Flecken lediglich um eine Ansammlung pigmentreicher Zellen. Das können sogenannte Melanozyten oder Nävuszellen sein, die ihren Farbstoff, das Melanin, normalerweise an die Haut abgeben und so für das Braunwerden sorgen. 

Die Entstehung von Muttermalen und Leberflecken ist erblich bedingt und kommt daher familiär gehäuft vor. Muttermale können ganz unterschiedlich groß sein, wirken hellbraun bis fast schwarz und gelegentlich sind sie sogar behaart.

Meistens sind Leberflecken harmlos. Allerdings kann eine hohe Anzahl an Muttermalen mit einem erhöhten Risiko verbunden sein, an einem Melanom – dem schwarzen Hautkrebs – zu erkranken. Grundsätzlich sollten Manipulationen wie Kratzen und andere mechanische Irritationen an Pigmentflecken unterlassen und im Zweifelsfall ein Facharzt aufgesucht werden.

Lesen Sie noch mehr über unterschiedliche Pigmentflecken, zum Beispiel Altersflecken und Sommersprossen und erfahren Sie, wie sich Pigmentflecken entfernen lassen.

Aktive Krebsvorsorge

Das Kontrollieren von Muttermalen ist wichtig

Frau untersucht Leberflecken im Spiegel
Eine kontinuierliche optische Kontrolle der Leberflecken dauert nicht lange und kann im besten Fall Komplikationen verhindern.

Es ist wichtig, die Haut zu beobachten und Pigmentflecken wie Muttermale regelmäßig auf Veränderungen zu überprüfen. Gerade bei bösartigen Erkrankungen der Haut, die sich sichtbar entwickeln, bietet die regelmäßige Selbstbeobachtung der Haut die Chance, Krebs in einem frühen Stadium zu entdecken. Dann kann er fast immer geheilt werden, bevor er sich ausbreiten kann und lebensbedrohlich wird. Das gilt besonders für die gefährlichste aller Hautkrebsarten, den Schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom).

Außerdem können Sie der bösartigen Veränderungen von auf der Haut befindlichen Muttermalen und Leberflecken vorbeugen. Muttermale treten gerade bei hellen, lichtempfindlichen Hauttypen auf. Konsequenter Sonnenschutz ist daher das A und O in der täglichen Pflege für Menschen mit vielen Muttermalen. Eucerin bietet zahlreiche Sonnenschutzprodukte für alle Hauttypen an. Auch der Bildung neuer Pigmentflecken können Sie mit entsprechenden Pflegeprodukten, zum Beispiel aus der Eucerin Anti-Pigment Serie, entgegenwirken.

Verdächtige Muttermale mit der ABCDE-Regel erkennen

Muttermale sollten regelmäßig vom Hautarzt kontrolliert werden
Die chirurgische Entfernung eines auffälligen Muttermals geschieht meist unter örtlicher Narkose und verheilt schnell.
Auffälliges Muttermal an der Schulter
Wenn ein Leberfleck so aussieht, sollten Sie ihn von einem Arzt kontrollieren lassen.

Vorsicht ist geboten, wenn ein Muttermal eines der folgenden Merkmale erfüllt: plötzliche Neubildung im Erwachsenenalter, entzündlicher Hof um das Muttermal herum, langsame, unregelmäßige Ausbreitung in die Umgebung und Änderungen der Färbung. Bei diesen Warnzeichen sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren. Als gute Faustregel hat sich die ABCDE-Regel etabliert:

  • A (Asymmetrie)
    Auffällig ist ein Fleck, der in seiner Form nicht gleichmäßig rund oder oval aufgebaut ist.
  • B (Begrenzung)
    Ein Muttermal sollte scharf und regelmäßig begrenzt sein. Eine unscharfe, verwaschen wirkende Begrenzung sowie unregelmäßige Ausfransungen oder Ausläufer sind Anlass zur Vorsicht.
  • C (Colour = Farbe)
    Muttermale mit mehreren Farbtönungen sollten kontrolliert werden.
  • D (Durchmesser)
    Ein Muttermal, dessen Durchmesser größer als 5 Millimeter ist, sollte stets beobachtet werden.
  • E (Erhabenheit)
    Vorgewölbte und ertastbare Muttermale sollten ebenfalls kontrolliert werden.

Weitere Warnsignale, die auf schwarzen Hautkrebs hinweisen können: Ein Mal ist dunkler oder hebt sich in anderer Form deutlich von anderen Malen ab, ein Pigmentmal verändert die Farbe, wird heller oder dunkler oder wächst nach jahrelangem Stillstand plötzlich wieder sichtbar. Diese sich von anderen Malen unterscheidenden Flecken bezeichnet man gemeinhin auch als „hässliche Entlein“. Auch, wenn ein Mal brennt, juckt oder sogar blutet, ist Vorsicht geboten. Überdurchschnittlich viele Pigmentmale (mehr als 50) erhöhen ebenfalls das Risiko. In jedem Fall gilt: Sollte Ihnen etwas verdächtig vorkommen, sofort einen Arzt aufsuchen.

Gesetzliche Früherkennung für Hautkrebs

Auffällige Leberflecken sollten regelmäßig vom Arzt untersucht werden
Eine regelmäßige Kontrolle der Muttermale und Leberflecken ist sehr zu empfehlen.

Eine wichtige Maßnahme zur Früherkennung von Hautkrebs ist die jährliche Kontrolle. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern in der Regel ab 35 Jahren alle zwei Jahre eine standardisierte Untersuchung der gesamten Körperoberfläche (Hautkrebs-Screening) an. Zu Vorsorgeuntersuchungen, die über den gesetzlichen Anspruch hinausgehen, informieren Sie sich am besten direkt bei Ihrer Krankenkasse. Dabei überprüft der Arzt die Haut am ganzen Körper einschließlich der Kopfhaut. Wenn der Hausarzt das Screening durchführt und verdächtige Male entdeckt, überweist er den Patienten zur Abklärung an den Hautarzt. Dieser wiederholt die Untersuchung. 

Zur Beruhigung: Die meisten Befunde werden als unverdächtig eingestuft. Bestätigt sich allerdings der Verdacht, entnimmt der Hautarzt eine Gewebeprobe und schickt sie ans Labor. Erst hier erfolgt eine gesicherte Diagnose. Wird Hautkrebs früh erkannt, ist er fast immer heilbar.

Wie lassen sich Muttermale und Leberflecken risikofrei entfernen?

Die sichersten Methoden, ein Muttermal entfernen zu lassen, sind entweder mit dem Skalpell, per Stanze oder Laser. Wichtig ist, dass der Arzt das komplette Mal inklusive der umgebenden Hautschichten abträgt. Der Eingriff geschieht unter örtlicher Betäubung. Beim chirurgischen Entfernen mit einem Skalpell wird die Wunde hinterher vernäht und es besteht das Risiko einer Narbenbildung. Beim Stanzen muss in den meisten Fällen nicht genäht werden. Eine Laserbehandlung kommt nur bei absolut harmlosen Pigmentflecken infrage.

Medizinisch geprüft

Medizinisch geprüft von: Frau Dr. Simone Presto

Frau Dr. Simone Presto ist seit 1997 Medical Advisor bei der Beiersdorf AG. Ihr Schwerpunkt ist die Dermatologie. Sie steht im regelmäßigen Austausch mit Ärzten, Apothekern sowie Verbrauchern und betreibt aktive Aufklärungsarbeit zur adäquaten Hautpflege. Zuvor studierte sie Humanmedizin und arbeitete als praktische Ärztin mit Qualifikation in pharmazeutischer Medizin.

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