Keine Mikroplastik-Partikel aus Polyethylen in Eucerin Produkten

Mikroplastik in Pflegeprodukten Ein Inhaltsstoff in der Diskussion

Die Verschmutzung der Gewässer mit Plastik ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Immer wieder wird im Zusammenhang mit der Belastung der Meere mit Kunststoffen auch über Mikroplastik in Kosmetik und Hautpflege diskutiert. Beiersdorf widmet dem Thema bereits seit Langem hohe Aufmerksamkeit und großes Engagement. Wir arbeiten konsequent daran, Mikroplastik in unseren Produktformeln zu ersetzen, und haben uns bis 2020 ambitionierte Ziele gesetzt.

Was ist Mikroplastik?

Die öffentliche Diskussion rund um das Thema Mikroplastik ist sehr kontrovers und auch deshalb häufig so komplex, weil es bis heute keine international verbindliche Definition für den Begriff „Mikroplastik“ gibt. Grundsätzlich handelt es sich bei Plastik um feste, künstliche und nicht wasserlösliche Kunststoffteilchen, die fünf Millimeter und kleiner sowie nicht biologisch abbaubar sind. Dabei bezieht sich Beiersdorf auf die fundierte Definition der UNEP, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen.

Warum befinden sich Mikroplastiken in Kosmetikprodukten?

In der Vergangenheit wurden kleine, feste Plastikpartikel in abwaschbaren reinigenden Körperpflegeprodukten (z. B. Peelings, Duschgels) für ein hautfreundliches Peeling eingesetzt. Beiersdorf hat sich bereits 2013 als eines der ersten Kosmetikunternehmen entschieden, zukünftig keine Peeling-Partikel aus Polyethylen mehr zu verwenden, und sie durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.

Beiersdorf verwendet umweltfreundliche Peeling-Partikel

Seit Ende 2015 werden daher auch bei Eucerin keine Mikroplastik-Partikel aus Polyethylen, so genannte Microbeads, mehr in Produkten eingesetzt. Statt Microbeads enthalten die Eucerin-Formeln nun mikrokristalline Cellulosepartikel sowie Mischungen aus mikrokristalliner Cellulose, Siliciumdioxidpartikeln und Rizinuswachs. Die biologisch abbaubaren Ersatzpartikel sind bei gleicher Peeling-Wirkung ebenso schonend und hautfreundlich wie ihre Vorgänger. 

Beiersdorf unterstützt die wissenschaftliche Forschung im Bereich flüssiger Polymere

Woher stammt Mikroplastik in unserer Umwelt?

Mikroplastik stammt nicht nur aus Kosmetik- und Hautpflegeprodukten, sondern aus unterschiedlichen Quellen: Am häufigsten entstehen die kleinen Kunststoffteilchen aus größeren Plastikteilen, die nicht richtig entsorgt werden, oder beispielsweise beim Abrieb von Autoreifen. Durch Wettereinwirkung und Erosion bricht das Plastik in viele kleine Stücke, die schließlich winzig klein werden. Auch Fasern synthetischer Kleidung, die sich beim Waschen lösen, oder kleinere Plastikpartikel aus Verbraucherprodukten des täglichen Bedarfs werden als Mikroplastik bezeichnet. Nach Studien des Frauenhofer Instituts von 2018 fallen pro Kopf in Deutschland 4 Kilogramm Mikroplastik an. Davon entfallen lediglich 19 Gramm, also 0,5%,  auf Körperpflege und Kosmetik insgesamt.

Auch Fasern synthetischer Kleidung, die sich beim Waschen lösen, sind Mikroplastik.

Ist Mikroplastik in Kosmetik schlecht für die Gesundheit?

Nein, das kann man so nicht sagen. Das hat das Bundesinstitut für Risikobewertung 2014 in einer offiziellen Stellungnahme bestätigt. Dies gilt sowohl für die äußerliche Anwendung auf der Haut als auch für versehentlich verschluckte Mikropartikel.

Wie sehen Eucerin und Beiersdorf das Problem Mikroplastik?

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über Plastik in den Weltmeeren haben Eucerin und Beiersdorf frühzeitig Handlungsbedarf gesehen. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie achten wir sowohl auf die Qualität als auch auf den langfristigen ökologischen Einfluss unserer Produkte und übernehmen Verantwortung.

Bereits jetzt hat Beiersdorf zudem auch andere kleinste feste synthetische Polymere, die als Mikroplastik betrachtet werden, vollständig aus allen aus- und abwaschbaren Eucerin-Produkten ausformuliert. Diese Stoffe kamen bislang teilweise als Trübungsmittel zum Einsatz und wurden auf biologisch leicht abbaubare Alternativen umgestellt. Darüber hinaus wird Beiersdorf bis Ende 2020 auch auf Nylon als Inhaltsstoff in den Produkten der Marke Eucerin komplett verzichten.

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