TRICKS FÜR SCHÖNERE HAUT – 10 TIPPS, UM PICKEL LOSZUWERDEN

Gründliche Hautpflege bei Akne
Mit täglicher gewissenhafter Reinigung und Pflege kannst du bei unreiner Haut schon viel erreichen.

Wer unter Akne leidet, hat vor allem den Wunsch diese lästigen kleinen Makel so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Was hilft gegen Pickel? Eine regelmäßige und gewissenhafte Gesichtspflegeroutine für unreine Haut plus eine gesunde Ernährung bei Akne und Pickeln sind da schon mehr als nur ein Anfang.

Hintergründe

Was hilft gegen Pickel?

Eines vorweg: Viele glauben, dass Akne durch mangelnde Hygiene verursacht wird. Das ist nicht richtig! Allerdings handelt es sich bei Akne um eine entzündliche Krankheit, die unter anderem auch von Bakterien beeinflusst wird. Erfahre mehr über die Entstehung von Pickeln.

Tatsache ist: Auch auf der Haut von Nichtbetroffenen tummeln sich zahlreiche Akne-Bakterien – bis zu 100.000 auf einem einzigen Quadratzentimeter.* Akne-Bakterien sind einfach ein Teil der natürlichen Hautflora.

Tief im Talgdrüsenkanal vermehren sie sich sehr gut und fördern die entzündlichen Prozesse, die schließlich zu den bekannten sichtbaren Rötungen der Haut führen.

Also, was hilft gegen Akne? Die nachfolgenden Tipps gegen Pickel können dir dabei helfen, diese Bakterien einzudämmen, um deine Akne besser in den Griff zu bekommen. Wenn dir einige dieser Tipps bekannt vorkommen, umso besser: Einige sind eher allgemeiner hygienischer Art und sollten daher für alle Menschen gelten.

Tipps gegen Pickel

Die besten Tipps um Pickel loszuwerden

Nicht ins Gesicht fassen

Wusstest du, dass wir uns etwa alle vier Minuten am Tag ins Gesicht fassen? Daher der erste, wichtigste und zugleich schwierigste Tipp: Versuche, dir weniger ins Gesicht zu fassen. Denn gerade auf deinen Fingern und an den Fingerspitzen befinden sich meist viele Bakterien – und mit jedem Anfassen hast du sie im Gesicht. Und natürlich sollte sich jeder mehrmals am Tag die Hände gründlich mit Seife waschen.

Pickel loswerden: Nicht ins Gesicht fassen
Auch wenn du Pickel schnell loswerden willst: Sie sich selbst auszudrücken ist wirklich keine gute Idee und macht die Sache meist schlimmer.

Kopfkissenbezug regelmäßig wechseln

Du hast deine tägliche Pflege-Routine gewissenhaft ausgeführt und legst dich dann auf das Kopfkissen mit den Bakterien von letzter Nacht? Besser nicht. Um Pickel schneller wegzubekommen, kannst du deinen Kopfkissenbezug gern ein- bis zweimal wöchentlich wechseln. Oder du drehst dein Kopfkissen einfach um oder legst ein Handtuch unter den Kopf, welches dann natürlich auch regelmäßig in die Wäsche gehört.

Kleidungsstücke waschen

Du trägst gern Mützen, Cappy, Schals oder Tücher? Es schadet nicht, diese regelmäßig zu wechseln bzw. in die Waschmaschine zu packen. Und umso wichtiger, wenn du Akne auf dem Rücken oder dem Dekolleté hast: Dicht an der Haut getragene Kleidungsstücke, ob Hemden, Shirts oder Pullover, besser täglich wechseln und waschen – alles möglichst bei mindestens 60 Grad im Vollwaschgang oder, wenn das nicht möglich ist, einfach mit Hygienespüler.

Bekämpfe Bakterien in Schals und Mützen, um Pickel schnell loszuwerden
Ab in die Wäsche: Befreie deinen Lieblingsschal und -mütze regelmäßig von Bakterien.

Keinen Vergrößerungsspiegel nutzen

Vergrößerungsspiegel können falsche Freunde sein. Darin betrachtet erscheinen kleine Pickelchen plötzlich riesig und du wirst nur dazu verleitet daran herum zu manipulieren. Dein Hautbild ist viel besser, als es in dem Spiegel aussieht!

Vergrößerungsspiegel lassen Pickel riesig erscheinen
Verzerrte Realität: Unreinheiten wirken in Vergrößerungsspiegeln deutlich auffälliger, als sie eigentlich sind.

Schmink- und Kosmetikutensilien checken

Wenn du Einmalpads zum Auftragen von Puder & Co. verwendest, bist du in jedem Fall auf der sicheren Seite. Falls dir Schwämme oder Pinsel lieber sind, prüfe sie regelmäßig und reinige sie besser einmal pro Woche mit einem milden Waschmittel – Shampoo geht auch. Oder du tauschst sie regelmäßig gegen neue Utensilien aus. Wenn du einen Make-up-Blender verwendest, besorge dir vielleicht einen aus Silikon. Damit setzt du deine Haut nicht bei jedem Schminken neuen Bakterien aus.

Bakterien vermehren sich übrigens auch gern in Cremedöschen, wenn man immer mit dem Finger reingeht. Also besser vorher die Hände waschen. Oder unser Tipp: Nimm kleine Kosmetikspachtel – die findest du in der Drogerie.

Du bist ein Mann und benutzt für dein Gesicht einen Nass-Rasierer? Dann wäre es gut, wenn du die Klingen etwa einmal wöchentlich wechselst. Bei einem Trockenrasierer lohnt es sich, den Scherkopf regelmäßig zu reinigen.

Übrigens

Übrigens: Wenn du deine Wohnung putzt, reichen normale Haushaltsreiniger oder milde Seifen in den meisten Fällen völlig aus. Scharfe Desinfektionsmittel sind eher ungeeignet. Sie tragen dazu bei, dass sich resistente Bakterienstämme bilden und können außerdem Allergien und Ekzeme auslösen.

Weitere Ideen, was gegen Pickel helfen kann

Handy reinigen

Während wir unsere Hände meist regelmäßig waschen, wird das Handy nur zu gern vergessen. Über Haltegriffe in der Bahn, Geldübergaben an der Kasse oder Treppengeländer gelangen die Bakterien zunächst auf dein Smartphone – und wenn es klingelt, direkt an deine Wange. Denke also daran, dein Handy regelmäßig zu säubern, um Pickel schneller loszuwerden – zum Beispiel mit einem Brillenputztuch. Oder du benutzt zum Telefonieren einfach deine Kopfhörer. Außerdem wäre es gut, wenn du auch deine Laptoptasten und deine Maus bzw. dein anderes Arbeitsgerät, mit dem du regelmäßig hantierst, sauber hältst. 

Was machen gegen Pickel? Bakterien und Keime auf dem Handy entfernen.
Unsere Smartphones können 1000 Dinge – Bakterien verteilen sollte nicht dazu gehören.

Brille putzen

Trägst du eine Brille? Wenn du sie putzt, wäre es gut, wenn du auch die Teile, die auf der Nase sitzen, und die Bügel gleich mit säuberst. Einmal täglich sollte reichen, um gegen Pickel vorzugehen.

Frische Handtücher verwenden

Um gegen Akne vorzugehen, trockne dir dein Gesicht möglichst mit einem frischen Handtuch ab. Um Wäscheberge zu vermeiden, kannst du speziell für dein Gesicht kleine (Gäste-)Handtücher verwenden. Die kannst du ruhig ein- bis zweimal wöchentlich wechseln. Auch super: Trockne dir dein Gesicht einfach mit Haushaltstüchern oder Kosmetiktüchern aus Papier ab.

Fahrradhelm reinigen

Trägst du einen Fahrradhelm? Vorbildlich! Auch bei dem kannst du gern das Futter und die Riemen regelmäßig reinigen. Dafür reicht lauwarmes Wasser und eine milde Seifenlauge oder Spülmittel.

Bakterien im Helmfutter zu bekämpfen hilft auch gegen Pickel
Auch im Futter deines Fahrrad-Helms fühlen sich Bakterien ziemlich wohl – das gilt natürlich auch für Roller- bzw. Motorradhelme.

Feuchte Tücher oder Blotting Paper dabeihaben

Wenn du länger unterwegs bist, kann es sinnvoll sein, feuchte Tücher dabei zu haben – damit kannst du zwischendurch deine Hände reinigen. Oder: Du wendest den Löschpapier-Trick an – vor allem, wenn du längere Zeit unterwegs bist oder einen langen Büro-Tag hast: Löschpapier (Blotting Paper) fürs Gesicht. Die hauchdünnen Blättchen sind etwa handtellergroß und saugen einfach den Fett- und Ölfilm auf, der sich im Laufe des Tages auf dem Gesicht bildet. So kannst du im Handumdrehen deinen Teint wieder mattieren.

Was du noch über Pickel wissen solltest

Erstens: Wenn du kleine Mitesser oder Pickelchen hast – lass sie besser in Ruhe abheilen. Versuche nicht, sie aus- oder daran herumzudrücken. In den meisten Fällen verschlimmert das die Sache nur und die Stelle kann sich entzünden.

Und zweitens: Lass dich von Akne und unreiner Haut nicht unnötig nerven. Wenn du möchtest, decke die Stellen, die dich stören, einfach mit den richtigen Produkten (Abdeckstift und Make-up) ab – und du wirst merken, dass dich das Thema deutlich weniger beschäftigen wird.

Das hat auch seinen Grund: Wenn du die Stellen abgedeckt hast, fasst du dir ganz automatisch weniger ins Gesicht – du willst ja dein Make-up nicht verwischen. Ausgetrickst! Hier erfährst du mehr über den Weg zum perfekten Make-up bei Akne.

*Herbert Hof, Rüdiger Dörries: Duale Reihe: Medizinische Mikrobiologie. 3. Auflage. Thieme Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-13-125313-2, S. 305, 335–336.