Frau kratzt sich aufgrund von einer allergischen Reaktion der Haut am Arm

Allergische Reaktion der Haut – Auslöser, Symptome und Pflege-Empfehlungen

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Zusammenfassung

Eine allergische Reaktion der Haut kann durch unterschiedliche äußere und innere Einflüsse ausgelöst werden und sich in Form von rote Flecken, Quaddeln oder Bläschen auf der Hautoberfläche äußern. Diese Erscheinungen gehen oft mit Brennen, Hitzeempfinden oder Juckreiz einher.

Unsere Haut und unser Immunsystem fungieren ein Leben lang als natürliche Abwehr gegenüber schädlichen Umwelteinflüssen. Sie hindern Viren und Bakterien daran, in den Körper einzudringen und schützen ihn so vor Infektionen. Entwickelt das Immunsystem jedoch eine Hypersensitivität gegenüber (eigentlich harmlosen) Stoffen oder Substanzen, kann es auch zu einer allergischen Hautreaktion kommen. Welche konkreten Auslöser in Frage kommen und wie Sie aktiv Beschwerden lindern können, erfahren Sie hier.

Entstehung & Symptome

Wie entsteht eine allergische Hautreaktion?

Es gibt zahlreiche mögliche Ursachen und Auslöser für eine allergischen Reaktion der Haut. Grundsätzlich kann jeder natürliche oder synthetische Stoff eine Überreaktion des Immunsystems hervorrufen, die sich dann in Form von Hautveränderungen zeigt. Manchmal ist es schwierig, diese zu ermitteln. Am häufigsten sind folgende Typ I- und Typ IV-Allergien:

Pflege-Produkte wie Hautcremes enthalten manchmal reizende Duft- oder Konservierungsstoffe, die die Hautschutzbarriere schädigen.

Typ I-Allergien

  • Gräser und Pollen (diese lösen jedoch keine allergischen Hautreaktionen aus)
  • Bestimmte Lebensmittel, zum Beispiel glutenhaltiges Getreide, Milchprodukte oder Nüsse
  • Insektengifte
Bestimmte Medikamente können vorübergehende allergische Hautreaktionen hervorrufen.

Typ IV-Allergien

  • Medikamente, meist Antibiotika
  • Chemische oder pflanzliche Substanzen, zum Beispiel in Waschmitteln, Textilien oder Pflege-Produkten
  • Metalle, zum Beispiel Nickel
Wird ein Allergen eingeatmet, konsumiert oder mit der Haut in Berührung gebracht, kommt es, je nach Empfindlichkeit, zu verschiedenen Symptomen.

Symptome erkennen und richtig deuten

Als typische Symptome einer Hautallergie gelten

  • Rötungen
  • Schwellungen
  • Quaddeln
  • Nässende Bläschen
  • großflächiger Hautausschlag

Die Symptome werden meist von Missempfindungen wie Jucken, Brennen und/oder Anstieg der Hauttemperatur begleitet. Ist die Haut gerötet, muss dies allerdings nicht immer auf eine allergische Reaktion hindeuten. Rötungen können ebenso ein Zeichen für empfindliche Haut sein. Sie treten dann zusammen mit Juckreiz als Folge einer starken Reibung (zum Beispiel durch unbequeme Kleidung) oder Hautreizung (zum Beispiel durch Nassrasur) auf.

Was die Dauer einer allergischen Reaktion aussagt

Bei Typ I-Reaktionen treten die Symptome innerhalb weniger Sekunden bis Minuten auf und können unter Umständen ebenso schnell wieder abklingen. Genauso kann es jedoch auch sein, dass die Hautreaktion verzögert auftritt oder länger andauert In diesen Fällen handelt es sich in der Regel um eine Typ IV-Reaktion. Ist die Ursache (das Allergen) bekannt und wird fortan gemieden, klingen die Anzeichen auf der Haut in der Regel innerhalb von maximal 14 Tagen ab. In der Zwischenzeit können Sie selbst etwas dafür tun, Ihre Haut zu beruhigen und Beschwerden wie Juckreiz oder Abschuppung der Haut zu lindern. Die Dauer, bis die Symptome nachlassen, hängt stets von der Ursache und dem Schweregrad der Reaktion ab.

Bei langandauernden oder heftigen Reaktionen mit großflächigem Ausschlag, einer zusätzlichen Reaktion der Schleimhäute oder Kreislaufbeschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden!

Maßnahmen

Was kann ich bei einer allergischen Reaktion der Haut tun?

Als erste Maßnahme sollten Sie versuchen herauszufinden, welche Ursache zugrunde liegt. Nur so können Sie das entsprechende Allergen oder den hautreizenden Stoff zukünftig konsequent meiden. Manchmal bedarf es zur Determinierung des Auslösers einer ärztlichen Untersuchung: Mittels Allergie-Test kann ein Allergologe diesen feststellen und eine wirksame Behandlung mit cortisonhaltigen Salben oder oralen Antiallergika verordnen. Bei weniger schwerwiegenden Symptomen und als Begleitung einer verordneten Therapie können Sie Ihre Haut selbst unterstützen. Eine gewissenhafte Pflege mit hautberuhigenden, feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Cremes, Lotionen und Salben sowie kühlenden Sprays reduziert Juckreiz und hilft rauer, gereizter Haut, sich zu regenerieren.
Die pH5-Formel stabilisiert den pH-Wert der Haut mit Citratpuffer und befeuchtet sie mit schützendem Dexpanthenol.

Besonders hautfreundlich und für allergische Haut geeignet ist die Eucerin pH5 Pflegeserie. Mit regenerierendem Dexpanthenol und einer pH-hautneutralen Formel unterstützen die Produkte den Wiederaufbau des natürlichen Säureschutzmantels und die Wiederherstellung des optimalen pH-Werts der Haut.

Pflege-Empfehlung

Empfohlene Pflege-Produkte

5 Tipps bei allergische Reaktionen der Haut

Mit diesen Tipps wollen wir Ihnen helfen, sowohl allergischen Reaktionen der Haut vorzubeugen als auch gegen akute Beschwerden vorzugehen.

1. Hauttagebuch führen

Um einen Auslöser für die Hautallergie zu finden, kann es hilfreich sein, ein Allergie-Tagebuch zu führen. In dieses tragen Sie neben Ihrem aktuellen Hautzustand alles ein, was sie zu sich genommen haben und womit sie in Berührung gekommen sind. Auf diese Weise erhalten Sie einen besseren Überblick über potenzielle Ursachen.

2. Auslöser meiden

Sie kennen den Auslöser oder können auf Grundlage Ihrer Tagebucheinträge eine Vermutung anstellen, welche Stoffe, Substanzen oder Lebensmittel Sie nicht vertragen? Meiden Sie diese und beobachten Sie, ob sich der Zustand Ihrer Haut bessert.

3. Passende Pflegeprodukte verwenden

Sensible und trockene Haut ist anfällig für äußere Einflüsse und muss daher besonders geschützt werden. Sie sollte regelmäßig mit rückfettenden, feuchtigkeitsspendenden Pflegeprodukten versorgt werden. Kosmetika, die potenziell reizende Farbstoffe oder Parabene enthalten, können eine allergische Reaktion der Haut auslösen und sollten gegen mildere Varianten ausgetauscht werden.

Eine regelmäßige Hautpflege mit beruhigenden Cremes und Lotionen unterstützt die Regeneration geschädigter Haut.

Eine intensive Pflege mit feuchtigkeitsbindendem Urea und hautschützenden Ceramiden bietet die UreaRepair PLUS Lotion 10% von Eucerin. Sie mindert Rauigkeit, Schuppung und Juckreiz und lässt selbst extrem trockene Haut (Xerose) wieder glatt und geschmeidig werden.

4. Milde Waschsubstanzen und Reinigungsmittel wählen

Auch bei Waschmitteln sollten Sie auf milde, unparfümierte Produkte zurückgreifen. Außerdem empfiehlt es sich, Wasch- und Reinigungsmittel sparsam einzusetzen und auf Weichspüler zu verzichten. Beim Putzen, Abwaschen oder sonstigen Arbeiten mit reizenden Substanzen können Sie Ihre Haut schützen, indem Sie latexfreie Putzhandschuhe tragen. Eine Handcreme mit pflegenden Inhaltsstoffen wie Dexpanthenol schützt die Haut auch bei häufigen Waschen vor Austrocknung. Zur Behandlung strapazierter, trockener Hände empfehlen wir die Eucerin pH5 Handcreme.

5. Hausmittel bei allergischen Hautreaktionen nutzen

Bei roten, juckenden Quaddeln am ganzen Körper sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen. Bei leichtem oder bereits abklingendem Juckreiz sollten Sie möglichst nicht kratzen. Stattdessen können Sie sich mit folgenden Hausmitteln Erleichterung verschaffen:

Quark-Öl-Bandagen: Bei trockenen, geschlossenen Ausschlägen können Sie Umschläge mit Quark und Öl anwenden. Diese kühlen die Haut und wirken gleichzeitig rückfettend.

Schwarzer Tee: Auch Umschläge mit schwarzem Tee können die Beschwerden lindern. Dazu kochen Sie ca. 250 ml Schwarztee und lassen ihn 10-15 Minuten ziehen. Warten Sie, bis der Tee vollständig abgekühlt ist und tränken Sie dann dünne Tücher oder Bandagen damit. Diese legen oder wickeln Sie um die Stellen, an denen die allergische Reaktion der Haut besonders starke Beschwerden verursacht.

Weizenkleie-Bad: Ein Bad mit einem Paket eingestreuter Weizenkleie kann juckreizhemmend wirken. Achten Sie dabei darauf, dass das Wasser höchstens lauwarm ist, da Hitze den Juckreiz eher verstärkt. Achtung: Bei einer diagnostizierten Weizenallergie oder Zöliakie (Getreideallergie) ist dieses Hausmittel ungeeignet!

Medizinisch geprüft

Medizinisch geprüft von: Frau Dr. Simone Presto

Frau Dr. Simone Presto ist seit 1997 Medical Advisor bei der Beiersdorf AG. Ihr Schwerpunkt ist die Dermatologie. Sie steht im regelmäßigen Austausch mit Ärzten, Apothekern sowie Verbrauchern und betreibt aktive Aufklärungsarbeit zur adäquaten Hautpflege. Zuvor studierte sie Humanmedizin und arbeitete als praktische Ärztin mit Qualifikation in pharmazeutischer Medizin.

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