Schuppenflechte am Ellenbogen

Leben mit Schuppenflechte (Psoriasis) – Umgang mit der chronischen Hauterkrankung und Pflegeempfehlungen

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Zusammenfassung

Bei Schuppenflechte (Psoriasis) handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die in verschiedenen Formen auftritt. Ursache sind Störungen bei Wachstum und Differenzierung der Hautzellen, die durch genetische Faktoren, Stress, Infektionen und Medikamente ausgelöst werden können. Die Hauterkrankung ist nicht ansteckend und nicht heilbar, jedoch können die Beschwerden und Symptome mithilfe von Arzneimitteln, Phototherapien sowie geeigneten Pflegeprodukten gelindert werden. Neben der Behandlung der körperlichen Symptome ist auch die psychische Komponente ein wichtiger Teil der Therapie. Eucerin erklärt alles zu Ursachen, Formen und Behandlungsmethoden der Psoriasis und gibt Betroffenen Tipps zu einem besseren Umgang mit der Erkrankung.

Was ist Schuppenflechte (Psoriasis)?

Psoriasis (auch Schuppenflechte genannt) ist eine weit verbreitete Autoimmunerkrankung, bei der sich eine Fehlsteuerung des Immunsystems in Form einer chronisch entzündlichen Hauterkrankung äußert. Oft tritt Psoriasis schubweise auf. Die häufigste Form der chronisch entzündlichen Schuppenflechte, die Psoriasis vulgaris, weist deutlich abgegrenzte Hautveränderungen auf. Die Haut ist in diesen Bereichen verdickt, gerötet und mit silbrig-glänzenden Hautschuppen bedeckt. Schuppenflechte betrifft jedoch nicht ausschließlich die Haut, sondern kann auch Organe, Gelenke und Gefäße befallen. Die Erkrankung kann zwar in jedem Alter ausbrechen, allerdings tritt sie meist bei jungen Erwachsenen oder im Alter von 50-60 Jahren erstmalig auf. Psoriasis ist für viele Betroffene psychisch sehr belastend.

Unterschiedliche Typen von Schuppenflechte

Es werden zwei Schuppenflechte-Typen unterschieden:

  • Schuppenflechte Typ I (früher Typ): Diese Form der Hauterkrankung tritt meist zwischen dem 20. Und 30. Lebensjahr auf und ist eher stark ausgeprägt. Die genetische Veranlagung spielt bei diesem Schuppenflechte-Typ eine große Rolle.
  • Schuppenflechte Typ II (Spättyp): Tritt nach dem 40. Lebensjahr auf und es besteht meist keine familiäre Häufung. Bei dieser Form der Schuppenflechte wird die Erkrankung durch äußere Faktoren ausgelöst. Eine Psoriasis des zweiten Typs verläuft meist milder als die des ersten.

Schuppenflechte-Symptome und erste Anzeichen erkennen

Psoriasis, die Schuppenflechte, ist eine chronische Hauterkrankung, bei der scharf abgegrenzte, rosa- oder graufarbene Flecken (Plaques) charakteristisch sind.

Es gibt bestimmte Anzeichen, die bei einer Schuppenflechte auftreten. Zu den drei häufigsten Symptomen gehören:

  • Hautrötung (Erythem)
  • Schuppung (Desquamation)
  • Verdickung der Haut
Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie „nur“ unter trockener Haut oder unter einer Hauterkrankung leiden, sollten Sie Ihren Hautarzt aufsuchen.

Wo am Körper tritt Schuppenflechte auf?

Mann mit Schuppenflechten auf der Kopfhaut
Bei Schuppenflechte ist besonders häufig die Kopfhaut betroffen.
Schuppenflechte an den Füßen
Psoriasis entsteht, neben zahlreichen anderen Körperstellen, öfters auch an den Füßen.

Es gibt einige typische Körperstellen für das Auftreten von Schuppenflechte. Kopfhaut und die Haut hinter und in den Ohren sind ebenso häufig betroffen wie folgende Areale:

Ellbogen
Haaransatz 
Füße
Handrücken
Fingernägel
Knie
Schienbeine

Etwas seltener tritt Schuppenflechte in diesen Hautarealen auf:

Achselhöhlen
Gesicht
Intimbereich
Nabel

 

Wie wird die Diagnose "Schuppenflechte" gestellt?

Haben Sie die Vermutung an Schuppenflechte zu leiden, sollten Sie Ihren Dermatologen aufsuchen. In den meisten Fällen wird die Diagnose nach einer Anamnese und Untersuchung der Haut gestellt. In seltenen Fällen ist es notwendig, eine Biopsie (Gewebeprobe) zu entnehmen. Auf Basis dessen stellt der Arzt die Diagnose und schätzt den Schweregrad der Psoriasis ein, um die entsprechende Behandlung zu definieren. Diese ist auch abhängig von der Form der Psoriasis.

Welche Formen von Psoriasis gibt es?

Es gibt unterschiedliche Arten von Schuppenflechte, die sowohl einzeln als auch gemeinsam auftreten können.

Plaque-Psoriasis (Psoriasis vulgaris)

Rote, verdickte und entzündete Läsionen sind für die Plaque-Psoriasis typisch.

Dabei handelt es sich um die häufigste Form der Schuppenflechte. Sie tritt in etwa 80 % der Fälle auf. Die Läsionen sind rötlich gefärbt und in der Regel leicht erhaben. Meist sind sie mit silber-glänzenden oder weißlichen Hautschuppen bedeckt. Diese Läsionen befinden sich häufig an den Streckseiten der Gelenke (Knien, Ellbogen) auf der Kopfhaut oder am unteren Rücken. Auch die die Kreuzbeingegend und die Gesäßfalte können betroffen sein.

Psoriasis guttata

Psoriasis Guttata Schuppenflechte am Arm

Bei dieser Form der Schuppenflechten weist die Haut kleine, tropfenförmige Läsionen rötlicher Farbe am Körper oder den Gliedmaßen auf. Die Läsionen sind in der Regel nicht so erhaben wie die Läsionen der Plaque-Psoriasis. Sie tritt häufig zum ersten Mal im Kindesalter bzw. bei jungen Erwachsenen auf, auch akut. Diese Form der Schuppenflechte kann in eine Psoriasis vulgaris übergehen oder auch komplett abheilen.

Intertriginöse Psoriasis

Intertriginöse Psoriasis Schuppenflechte in den Kniekehlen

Diese Form der Schuppenflechte wird auch als Psoriasis inversa bezeichnet und betrifft insbesondere die Hautfalten. Diese sehr seltene Form der Schuppenflechte kann allein oder in Kombination mit der Psoriasis vulgaris auftreten. 

Zu den häufig betroffenen Körperstellen zählen:

Achselhöhlen
Brust
Genitalbereich
Gesäßfalte
Kniekehlen
Leisten

Bei dieser Form kommt es nicht zur Entwicklung der typischen Schuppung. Durch das feuchte Milieu der aufeinander reibenden Hautschichten werden die Schuppen leicht abgelöst und die Haut ist hochrot, nässend und oft extrem stark juckend. Eine Infektion mit Hefepilzen kann die Symptomatik verstärken, daher sollte diese mitbehandelt werden.

 

Psoriasis capitis

Psoriasis Capitis Schuppenflechte auf der Kopfhaut

Bei Psoriasis capitis handelt es sich um Schuppenflechte auf der Kopfhaut. Diese Region gilt als eine der am häufigsten von der Erkrankung betroffene Körperstelle. In einigen Fällen gehen die Entzündungsherde über den Bereich der behaarten Kopfhaut hinaus und sind im Gesicht zu sehen. In sehr seltenen Fällen kann zusätzlich Haarausfall auftreten. Betroffene Patienten leiden nicht nur unter der sichtbaren Hautveränderung, sondern auch wegen des starken Juckreizes.

Psoriasis pustulosa

Psoriasis Pusulosa Schuppenflechte an der Hand

Diese Schuppenflechte-Form tritt vorwiegend bei Erwachsenen auf. Charakteristisch für diese sehr seltene Psoriasis-Form ist die Bildung weißer Eiterbläschen (der Eiter ist nicht infektiös, da er keine Krankheitserreger enthält). Diese entweder lokal oder verbreitet auftretenden Bläschen können rot umrandet sein. 

Psoriatische Erythrodermie

Psoriatische Erythrodermie Schuppenflechte am Rücken

Diese Form ist durch eine starke entzündliche Reaktion gekennzeichnet und befällt häufig einen Großteil der gesamten Körperoberfläche. Großflächige Rötungen führen dazu, dass sich auch großflächige Schuppen ablösen, was starke Schmerzen und schwere Krankheitsbeschwerden verursacht. In diesem Fall ist ein Krankenhausaufenthalt notwendig.

Psoriasis-Arthritis

Schmerzen in der Hand durch Psoriasis Arthritis an den Finger Gelenken

Bei etwa 20 Prozent der Patienten betrifft die Schuppenflechte neben der Haut auch die Gelenke. In den meisten Fällen treten die entzündlichen Veränderungen an den Gelenken von Fingern und Zehen auf. Seltener sind größere Gelenke oder die Wirbelsäule betroffen. Die Entzündung zeigt sich in Form von Rötungen und Schmerzen in den Gelenken.

Nagelpsoriasis

Nagel Psoriasis Schuppenflechte am Fingernagel

Etwa 30% der Patienten mit Schuppenflechte stellen Symptome an den Finger- und Fußnägeln fest. Die Psoriasis an den Nägeln äußert sich durch Verformungen und Verfärbungen. Typisch sind sogenannte „Tüpfelnägel“ (medizinisch Onychia punctata), die man an tüpfelartigen Einsenkungen und Grübchen im Nagel erkennt. Bei schweren Verläufen einer Schuppenflechte der Nägel treten die sogenannten „Krümelnägel“ auf: Der Finger- oder Fußnagel ist verdickt und zerfällt krümelig und kann sich vollständig ablösen.

Kann Schuppenflechte die Organe betreffen?

Die Psoriasis ist keine reine Hauterkrankung – je stärker die Schuppenflechte ausgeprägt ist, desto höher ist das Risiko für einen Befall weiterer Organe. Häufig treten im Zusammenhang mit Schuppenflechte zum Beispiel auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. So ist das Risiko für einen Herzinfarkt oder die Entstehung von Bluthochdruck bei Psoriasis-Patienten erhöht. Die Ursache: Durch die Entzündungsprozesse kommt es vermehrt zu Ablagerungen in den Gefäßen.
Medizinische Studien belegen außerdem eine häufige Beteiligung der Nieren, die in schweren Fällen zu Niereninsuffizienz führen kann. Auch im Darm sind bei Schuppenflechte-Patienten Entzündungsprozesse nachweisbar. 
Zu den weiteren Begleiterscheinungen, von denen etwa ein Viertel der Patienten betroffen ist, gehören Ängste und depressive Symptome sowie Selbstwertprobleme. Wenn Sie unter Schuppenflechte leiden und Symptome für die Beteiligung anderer Organe oder psychische Probleme bei sich feststellen oder vermuten, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt darüber.

 

Was sind Ursachen für Psoriasis?

Psoriasis kann von den Eltern auf die Kinder vererbt werden.
Vermeiden Sie Stress, da dadurch Hauterscheinungen ausgelöst oder verschlimmert werden können.

Ursache für Läsionen (sogenannte „Plaques“) bei Schuppenflechte sind Entzündungsreaktionen in der Haut (in der Dermis und Epidermis). Die hornbildenden Zellen der Epidermis, die Keratinozyten, vermehren sich bei Psoriasis-Patienten stärker als bei Menschen ohne Schuppenflechte. Der Wachstumszyklus der Hautzellen ist verkürzt: Normalerweise erneuert sich die Epidermis innerhalb von vier Wochen, bei Schuppenflechte ist es nur etwa eine Woche. Auch die Abschuppung der Haut bei Schuppenflechte ist krankhaft verändert – die verhornten Zellen der obersten Hautschicht werden vermehrt abgestoßen, was sich in Schuppenbildung äußert.

Zwei Haupt-Faktoren gelten als Ursachen für Psoriasis: 
Die Genetische Veranlagung sowie 
äußerliche Faktoren, die einen Krankheitsschub auslösen oder verstärken können. 

Ansteckend ist die Hauterkrankung nicht.

 

Wie wird Schuppenflechte behandelt?

Psoriasis-Symptome sind für die meisten Betroffenen sowohl körperlich als auch psychisch belastend – doch was hilft gegen Schuppenflechte? Je nach Art und Schweregrad der Erkrankung werden unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Therapie von Psoriasis eingesetzt. 

Zur Messung des Schweregrades einer Psoriasis verwendet der Arzt meist den sogenannten PASI-Score (Psoriasis Area and Severity Index). Die damit ermittelten Werte ermöglichen eine Beurteilung des vorliegenden Schweregrades: 

ein Wert bis 10 entspricht einer leichten bis mittelschweren Psoriasis
ein Wert über 10 beschreibt eine schwere Psoriasis. 

Eine durchgeführte Therapie sollte sich in einer signifikanten Senkung des PASI-Scores widerspiegeln.

Bei der Behandlung einer Schuppenflechte spielen folgende drei Bereiche eine Rolle:

Geeignete Hautpflege
Lebensweise (Ernährung und Psyche)
Arzneimittel und andere Therapien

Grundsätzlich ist bis heute eine ursächliche Heilung der Psoriasis nicht möglich, aber mit einer konsequent durchgeführten Therapie lassen sich die Symptome gut in den Griff bekommen. Fast 80% der Betroffenen haben eine leichte Form der Psoriasis und die Symptome lassen sich mit topischen (äußerlich angewendeten) Arzneimitteln gut behandeln. 

Grundlage jeder Behandlung ist die die Anwendung geeigneter Reinigungs- und Pflegeprodukte. 

 

Geeignete Pflegeprodukte bei Schuppenflechte

Die richtige Hautpflege bei Schuppenflechte

Verwenden Sie Pflegeprodukte für trockene Haut, um Hautreizungen vorzubeugen.

Der richtigen Hautpflege bei Schuppenflechte kommt bei der Behandlung eine sehr große Bedeutung zu. Sie wird eingesetzt, um das Stratum corneum (die Hornschicht) geschmeidiger zu machen, oberflächliche Schuppen zu verringern und damit die schützende Hautbarriere wiederherzustellen. Sie unterstützt auf diese Weise auch die Wirksamkeit einer arzneilichen Therapie.

Schuppenflechte-Patienten sollten bei der Auswahl der Pflege- und Reinigungsprodukte darauf achten, dass Wirkstoffe enthalten sind, die für die Bedürfnisse ihrer Haut geeignet sind. Keratolytische (hornhautauflösende) Wirkstoffe in Cremes gegen Schuppenflechte reduzieren die Schuppen, indem die keratotischen (verhornten) Zellen abgebaut werden. 

 

Zu diesen gut geeigneten Wirkstoffen gehören:

Urea

Ist ein keratolytischer Inhaltsstoff, der in vielen Pflegeprodukten enthalten ist. So enthält die Eucerin UreaRepair PLUS Pflegeserie den einzigartigen, hautverwandten Repair-PLUS-Komplex – mit einem hohen Anteil an Urea und weiteren natürlichen Feuchthaltefaktoren (NMF). Diese spenden und binden intensiv Feuchtigkeit und sorgen so für einen gesunden Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Zusätzlich stärken die Ceramide in der Formel die physiologische Hautbarriere, damit die Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Zur therapiebegleitenden Hautreinigung eignen sich Reinigungsprodukte mit feuchtigkeitsspendenden und keratolytischen (hornhautlösenden) Inhaltsstoffen, zum Beispiel das UreaRepair ORIGINAL Waschfluid 5%. Das sanfte Reinigungsfluid mit Urea und Lactat unterstützt die Haut dabei, Feuchtigkeit zu speichern. Es wirkt juckreizlindernd, beruhigt die Haut und eignet sich damit ideal therapiebegleitend bei Psoriasis und Neurodermitis.

Da in Psoriasis-Plaques der Harnstoff-Gehalt der Haut oft nur knapp die Hälfte des normalen Wertes beträgt, ist die Anwendung von Körperpflegeprodukten mit Urea bei Schuppenflechte empfohlen. Die Konzentration von Urea ist dem Schweregrad der Symptome anzupassen: Je entzündeter und gereizter die betroffenen Hautareale sind, desto niedriger sollte die Urea-Konzentration sein.

 

Salicylsäure

Gehört zu den wirksamsten bekannten keratolytischen Verbindungen und hat sich als Wirkstoff in Psoriasis Cremes bei extrem verdickten oder schuppigen Flecken bewährt.

„Wichtig ist, dass die richtige Hautpflege sowohl in einer Schub- als auch in der Remissionsphase regelmäßig angewendet wird.“

 

Geeignete Wirkstoffe in Shampoos gegen Schuppenflechte

Zur richtigen Pflege und unterstützenden Behandlung von Psoriasis auf der Kopfhaut bieten sich pflegende Shampoos an.


Ohne topische Therapie eignet sich die Verwendung von Produkten wie dem Eucerin DermoCapillaire Urea Kopfhautberuhigenden Shampoo an. Speziell für trockene und juckende Kopfhaut entwickelt, versorgt das Shampoo die Haut mithilfe von Urea und Lactat mit Feuchtigkeit. Juckreiz und Trockenheit werden vermindert.

Während oder nach einer topischen Therapie schützt das Eucerin DermoCapillaire Hypertolerant Shampoo hypersensible Kopfhaut vor der Austrocknung und lindert von der ersten Anwendung an den Juckreiz.

Zu beachten ist, dass Arzneimittel im Rahmen einer topischen Therapie nur auf die betroffenen Hautareale aufgetragen werden, während unterstützende Pflege- und Reinigungsprodukte auf der ganzen Haut angewendet werden.

Tritt eine deutliche Verschlechterung der Symptome ein, sollten Sie den Arzt auf die Möglichkeit einer systemischen Therapie ansprechen. Darunter versteht man den Einsatz von Medikamenten in Form von Tabletten oder Spritzen.

Eine gesunde Lebensweise mildert die Symptome

Psoriasis-Patienten können den Verlauf und die Ausprägung durch eine geeignete Ernährung positiv beeinflussen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt generell eine vollwertige Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten. Bei Getreideprodukten sollte auf die Vollkornvariante zurückgegriffen werden. Ergänzt wird die gesunde Ernährung durch gesundheitsfördernde Fette und tierische Produkte. Salz und Zucker sollten nur sparsam verwendet werden. Wasser und ungesüßter Tee eignen sich im Rahmen einer gesunden Ernährung am besten als Getränk. 

Wer unter Schuppenflechte leidet, sollte Trigger-Lebensmittel ermitteln und zukünftig meiden. Dazu führen Sie am besten ein Ernährungs- und Symptom-Tagebuch, in dem Sie Ihre Ernährung und deren Wirkung auf den Krankheitsverlauf dokumentieren. 

Eine ausgewogene Ernährung ersetzt in den meisten Fällen nicht die Therapie, kann diese aber sinnvoll unterstützen. Da sich ein erhöhtes Körpergewicht zudem negativ auf den Krankheitsverlauf bei Psoriasis auswirken kann, sollten Patienten versuchen, ihr Gewicht im Normalbereich zu halten, bzw. durch Gewichtsabnahme zu erreichen.

Mit Stressabbau Schübe abmildern

Stress und Schuppenflechte bedingen sich gegenseitig. So kann übermäßiger Stress zu einem Psoriasis-Schub führen. Die Erkrankung wiederum führt ihrerseits zu Stress – Gründe dafür sind zum Beispiel soziale Ausgrenzung sowie die körperlichen Anzeichen der Erkrankung, die oft für Scham sorgen. Lernen Sie mit Stress umzugehen und sorgen Sie bei einem stressigen Alltag für genügend Ausgleichsmomente. Beschäftigen Sie sich zum Beispiel mit Entspannungstechniken wie Meditation, Achtsamkeitstraining oder Progressiver Muskelentspannung. Achten Sie auch auf ausreichend Schlaf. Wer zu wenig schläft, setzt den Organismus unter Stress.

Austausch mit Psoriasis-Betroffenen

Neben Arzneimitteln und geeigneten Pflegeprodukten für die Behandlung der äußeren Symptome, können Betroffene selbst viel dazu beitragen, die Erkrankung von innen heraus zu mildern. Ein wichtiger Faktor dabei: Die psychische Komponente. 

Vielen Betroffenen hilft der Austausch mit anderen Psoriasis-Patienten dabei, besser mit der Erkrankung umgehen zu können. In Selbsthilfegruppen tauschen sich Psoriasis-Patienten zum Umgang mit der Erkrankung aus – auch zu Themen wie Partnerschaft und Sexualität. Der Deutsche Psoriasis Bund e.V. zur Selbsthilfe bei Schuppenflechte bietet einen Überblick aller Psoriasis-Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe.

Arzneimittel und Phototherapie gegen Schuppenflechte

Äußerlich angewendete Kortikosteroide haben entzündungshemmende Eigenschaften, sollten aber nur im Rahmen einer Kombinationstherapie eingesetzt werden.

Topische Arzneimittel zur äußerlichen Behandlung von Schuppenflechte sind zum Beispiel

Dithranol
Vitamin D3-Derivate
Retinoide
Kortikosteroide
Calcineurininhibitoren

Oft werden die Mittel auch in Kombination verwendet. Um gesunde Hautbereiche nicht zu reizen, sollten Sie sich nach der Verwendung dieser Arzneimittel gründlich die Hände waschen. Dazu eignet sich zum Beispiel das Eucerin UreaRepair ORIGINAL Waschfluid 5%. Das milde Reinigungsfluid verringert das Auswaschen hauteigener Feuchthaltefaktoren.

Die systemische Therapie (Gabe oder Einnahme von Medikamenten) kommt vor allem bei schweren Formen der Psoriasis und bei der Psoriasis Arthritis zum Einsatz, wenn andere Therapeutika keinen Effekt zeigen. Es werden Methotrexat, Ciclosporin, Retinoide und Fumarsäurestereingesetzt und für sehr schwere Formen steht eine Reihe von Immunsuppressiva und -modulatoren zur Verfügung. Zudem kommen verschiedene Formen der Lichttherapie bzw. der Kombination aus Bade- und Lichttherapie zur Behandlung von Schuppenflechte infrage.

Für den Therapieerfolg ist eine konsequente Anwendung nach Anweisung des behandelnden Arztes notwendig.

Halten Sie sich bezüglich der Therapie an die Empfehlungen Ihres behandelnden Arztes und ändern Sie die Behandlung nicht, ohne dies zuvor abzusprechen. 

Kann man Schuppenflechte vorbeugen?

Dem Ausbruch der Erkrankung kann man nicht vorbeugen, jedoch können einzelne Schübe abgeschwächt oder verhindert werden. Dies erreichen betroffene durch ihre Lebensweise: Hautschäden (z.B. durch Sonne) sollten vermieden werden. Dazu sollten Sie geeignete Sonnenschutzprodukte verwenden. Bei empfindlicher Haut ist die Eucerin Sensitive Protect Sun Lotion Extra Light LSF 30 der ideale Schutz vor UV-Strahlung. Wichtig ist außerdem eine gute Pflege der Haut, um sie geschmeidig zu halten. Zudem sollten Psoriasis-Patienten ihre individuellen Provokationsfaktoren meiden. Generell sollten Betroffene außerdem möglichst auf Nikotin sowie übermäßigen Alkoholkonsum verzichten und Stress bestmöglich vermeiden.

Eucerin unterstützt Sie dabei, die Erkrankung anzunehmen, einen bestmöglichen Umgang damit zu finden und die Symptome in den Griff zu bekommen.

Medizinisch geprüft

Medizinisch geprüft von: Frau Dr. Simone Presto

Frau Dr. Simone Presto ist seit 1997 Medical Advisor bei der Beiersdorf AG. Ihr Schwerpunkt ist die Dermatologie. Sie steht im regelmäßigen Austausch mit Ärzten, Apothekern sowie Verbrauchern und betreibt aktive Aufklärungsarbeit zur adäquaten Hautpflege. Zuvor studierte sie Humanmedizin und arbeitete als praktische Ärztin mit Qualifikation in pharmazeutischer Medizin.

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