Frau trägt Gesichtscreme auf die Wange auf und lächelt in den Spiegel – tägliche Hautpflege gegen ersteFältchen

Erste Fältchen im Gesicht: Ursachen, Arten und 7 Expertentipps

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Erste Fältchen im Gesicht sind ein natürlicher Teil der Hautalterung und treten häufig bereits ab Mitte 20 auf. Sie entstehen durch den Rückgang von Kollagen,  und Hyaluronsäure sowie durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlung, Stress und Lebensstilfaktoren. Besonders betroffen sind die Augenpartie, Stirn und der Mundbereich. Mit gezielter Prävention –insbesondere Sonnenschutz, feuchtigkeitsspendenderPflege und einem gesunden Lebensstil – lässt sich die Hautalterung jedoch deutlich verlangsamen.

Warum bekomme ich erste Fältchen?

Grafische Darstellung des Hautaufbaus mit Epidermis, Dermis und Subcutis sowie Kollagenstrukturen zurErklärung von Hautalterung
Die innere Hautschicht mit dem Bindegewebe polstert den Körper und gibt der Haut ihr Volumen.

Die Entstehung erster Fältchen beginnt lange bevor sie sichtbar werden. Tatsächlich handelt es sich um einen kontinuierlichen biologischen Alterungsprozess, der bereits ab dem jungen Erwachsenenalter einsetzt.

Biologische Veränderungen in der Haut

Mit zunehmendem Alter verlangsamen sich zentrale Prozesse in der Haut:

  • Die Produktion von Kollagen nimmt ab – das wichtigste Strukturprotein der Haut verliert an Stabilität.
  • Der Anteil an Elastin sinkt – die Haut wird weniger flexibel.
  • Die Konzentration von Hyaluronsäure reduziert sich – Feuchtigkeit geht verloren.
  • Die Haut wird schlechter durchblutet, die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung nehmen ab.
  • Die Zellregeneration verlangsamt sich – die Haut erneuert sich langsamer.


Die Folgen: Die Haut kann weniger Feuchtigkeit speichern, verliert an Elastizität, wird trockener unddünner. Und ab etwa Mitte 20 wird dies auch äußerlich sichtbar – in Form von ersten kleinen Fältchen,besonders im Bereich rund um die Augen, Stirn und um den Mund herum.

Der Lebensstil ist entscheidend

Neben genetischen Faktoren spielen äußere Einflüsse eine zentrale Rolle. Sie bestimmen maßgeblich, wieschnell und stark sich erste Fältchen entwickeln.

Die wichtigsten Beschleuniger:

  • UV-Strahlung: Hauptursache der vorzeitigen Hautalterung (Photoaging)
  • Freie Radikale: entstehen durch Umweltbelastung, Stress und Rauchen
  • Schlafmangel: beeinträchtigt Regeneration und Hautbarriere
  • Ernährung: beeinflusst Zellschutz und Kollagenstruktur

Ein oft unterschätzter Mechanismus ist die sogenannte Glykation: Dabei reagieren Zuckermoleküle mit Kollagenfasern, wodurch diese verhärten und an Elastizität verlieren – die Haut wirkt schneller gealtert.

Welche Faltenarten gibt es?

Ein grundlegendes Verständnis der verschiedenen Faltenarten hilft dabei, gezielt gegenzusteuern.

Dynamische Falten (Mimikfalten)

Zornesfalte zwischen den Augenbrauen durch Mimik – Beispiel für dynamische Falten
Dynamische Falten wie die Zornesfalte entstehen durch wiederholte Muskelbewegungen und können sich mit der Zeit dauerhaft in die Haut einprägen.
Dynamische Falten entstehen durch wiederholte Muskelbewegungen im Gesicht. Sie sind eng mit unserer Mimik verbunden und spiegeln Emotionen wider. Typische Beispiele sind: Krähenfüße an den Augen Stirnfalten Zornesfalte zwischen den Augenbrauen Zu Beginn sind diese Fältchen nur bei Bewegung sichtbar. Mit der Zeit „prägen“ sie sich jedoch in die Haut ein und bleiben auch im Ruhezustand bestehen.

Statische Falten

Nasolabialfalte im Gesicht als Beispiel für statische Falten durch Hautalterung
Statische Falten wie die Nasolabialfalte sind unabhängig von der Mimik sichtbar und entstehen durch den natürlichen Verlust von Volumen und Elastizität.

Statische Falten sind unabhängig von der Mimik sichtbar und entstehen durch strukturelle Veränderungen der Haut.

Typische Beispiele:

  • Nasolabialfalte (zwischen Nase und Mundwinkel)
  • Marionettenfalten
  • feine Linien im gesamten Gesicht

Sie sind eng mit dem Verlust von Volumen und Spannkraft verbunden und werden durch äußere Faktorenzusätzlich verstärkt.

Aktinische Falten (UV-bedingte Falten)

Feine Linien und Knitterfältchen am Hals durch Hautalterung und UV-Strahlung
Die empfindliche Haut am Hals zeigt oft früh erste Knitterfältchen, insbesondere durch UV-bedingteHautalterung.

Aktinische Falten entstehen durch chronische UV-Belastung. Sie zeigen sich häufig als feine, netzartige Linien, insbesondere an:

  • Gesicht
  • Hals
  • Dekolleté

UV-Strahlung aktiviert Enzyme (sogenannte Matrix-Metalloproteinasen), die aktiv Kollagen abbauen – einzentraler Mechanismus der vorzeitigen Hautalterung.

Viele Hautalterungsprozesse beginnen deutlich früher, als sie sichtbar werden. Entscheidend ist die tägliche Prävention – insbesondere durch konsequenten UV-Schutz und antioxidative Pflege. Wer früh beginnt, kann die Entstehung erster Fältchen deutlich verlangsamen.

Dr. Dennis Roggenkamp,
Head of Medical Science & Channel Management, Eucerin

Was hilft wirklich gegen erste Fältchen? – 7 Expertentipps

1. Sonnenschutz ist der wichtigste Anti-Aging-Faktor

Frau sonnt sich im Freien ohne ausreichenden Schutz – UV-Strahlung als Ursache für Hautalterung
Intensive UV-Strahlung beschleunigt die Hautalterung und ist einer der Hauptgründe für die Entstehungerster Fältchen.

Dermatologische Studien zeigen, dass etwa 80 Prozent aller sichtbaren Hautalterungsprozesse die Folge von Sonnenstrahlung ist – genauer: die UV-Strahlung. Sie ist langerwelliger, dringt tiefer in die Hautein und begünstigt die Entstehung schädigender freier Radikaler.

Unser Tipp: Lieber die Mittagssonne meiden, denn sie ist besonders intensiv. Ebenso sollte die Sonnenbrille nicht fehlen – gern auch in geschlossenen Räumen. Denn ständiges Zusammenkneifen derAugen begünstigt das Entstehen dynamischer Falten. Auch Sonnenschutz sollte ganzjährig Bestandteil der täglichen Pflegeroutine sein – nicht nur im Sommer.

2. Sport unterstützt due Hautdurchblutung

Frau beim Stretching im Freien – Bewegung fördert die Hautdurchblutung
Regelmäßige Bewegung unterstützt die Durchblutung der Haut und kann so zu einem frischeren Hautbildbeitragen.
Regelmäßiger Sport hilft dem Körper beim Stressabbau und verringert die Bildung freier Radikale. Die Bewegung kurbelt die Durchblutung an, so gelangen Sauerstoff und wichtige Nährstoffe in die Haut –und erste Fältchen lassen länger auf sich warten.

3. Gezielte Hautpflege mit wirksamen Inhaltsstoffen

Eine effektive Anti-Age-Routine besteht aus wenigen, aber gezielten Schritten

  1. Reinigung – entfernt Schmutz undbereitet die Haut vor
  2. Serum – hat eine hochkonzentrierte Formel fürstraffer und jünger aussehende Haut
  3. Feuchtigkeitspflege – stärkt dieHautbarriere am Tag und in der Nacht ( Eucerin Hyaluron-Filler + 3x Effect Straffende Nachtpflege )
  4. Sonnenschutz – schützt vor UV-Schäden

4. Ernährung ist der Einfluss von Innen

Zubereitung eines Smoothies mit Beeren und Zitrone – antioxidative Ernährung für gesunde Haut
Eine ausgewogene Ernährung mit Antioxidantien hilft, freie Radikale zu neutralisieren und die Haut vorvorzeitiger Alterung zu schützen.

Für eine gute Anti-Aging-Ernährung heißt es: Die Mischung macht’s.

Auf dem Speiseplan sollten ausreichend Obst- und Gemüsesorten, Salat, Hülsenfrüchte, aber auchVollkornprodukte und Fisch stehen. Die Lebensmittel enthalten wertvolle Vitamine, Spurenelemente undsekundäre Pflanzenstoffe – wichtig für den jugendlichen Teint. Und natürlich: trinken, trinken, trinken –mindestens 1,5 Liter pro Tag*. Ideal sind dabei (Mineral)Wasser, ungesüßte Säfte und Früchtetees.Schwarze Tees und Kaffee sollten hingegen nicht zu den 1,5 Litern hinzugerechnet werden.

Hier erfährst du, wie du mit der richtigen Ernährung effektives Anti-Aging betreiben kannst.

*laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V.

5. Schlaf und Regeneration

Frau schläft entspannt – gesunder Schlaf unterstützt die Hautregeneration
Ausreichender Schlaf fördert die Zellerneuerung und trägt dazu bei, die Haut länger glatt und elastisch zuhalten.

Schlafmangel ist ein Risikofaktor für vorzeitige Hautalterung. Durch das Schlafdefizit wird unter anderemdie Produktion von Cortisol angekurbelt – ein Hormon, dass auch bei Stress freigesetzt wird. Es behindertdie Bildung von Hyaluronsäure, die wiederum Wasser bindet und für Elastizität und Straffheit desBindegewebes sorgt. Während des Schlafs laufen essenzielle Reparaturprozesse ab:

  • Zellneubildung wird aktiviert
  • Wachstumshormone werden ausgeschüttet
  • Hautbarriere regeneriert sich


Den Schönheitsschlaf gibt es also wirklich!

6. Gesunde Psyche, gesunde Haut

Frau meditiert im Wohnzimmer – Stressabbau für gesunde Haut
Stress kann die Hautalterung beschleunigen – Entspannungstechniken wie Meditation helfen, das Hautbildpositiv zu beeinflussen.

Der Ausdruck „Sorgenfalten“ kommt nicht von ungefähr. Psyche und Haut sind eng miteinanderverbunden. Stress beeinflusst die Haut stärker als oft angenommen.

  • Erhöht Cortisolspiegel (das Hormon, das die Bildung von Hyaluronsäure behindert)
  • Fördert freie Radikale
  • Hemmt Hyaluronproduktion


Tipp:
Meditationen, Achtsamkeitstraining oder Yoga: Mentale Entspannungsübungen helfen, zur Ruhe zukommen und Stress abzubauen. Der Ausstoß von Stresshormonen wird verringert, der Herzschlagverlangsamt sich, wir entspannen und erholen uns.

7. Lebensstil als langfristiger Hebel

Viele kleine Gewohnheiten haben langfristig große Auswirkungen:

  • Rauchen beschleunigt Kollagenabbau
  • Alkohol entzieht der Haut Feuchtigkeit
  • Dauerhafte Mimik (z. B. Bildschirmarbeit) verstärkt Faltenbildung

Zigaretten sind kein Genuss – zumindest nicht für unsere Zellen. Denn mit jedem Zug gelangen unzählige freie Radikale in den Körper. Dort hemmen sie nicht nur die Neubildung von Kollagen, die freien Radikale fördern sogar aktiv den Abbau von Kollagen- und Elastinfasern. Darüber hinaus verengt das Nikotin die Blutgefäße – die Versorgung der Haut mit Sauerstoff und Nährstoffen lässt nach.

Alkohol steht seinem Partybruder in nichts nach: Die Drinks führen dazu, dass die Konzentration von Antioxidantien in der Haut abnimmt. Die Haut ist nicht mehr so gut vor den schädigenden freien Radikalengeschützt. Gleichzeitig verlangsamt Alkohol die Hautregeneration, schwächt das Bindegewebe und entzieht der Haut Wasser und Nährstoffe.

Häufig gestellte Fragen zu ersten Fältchen

Die häufigsten Fragen zu ersten Fältchen – kurz und verständlich beantwortet.

Ab wann bekommt man erste Fältchen?

Erste feine Linien können sich oft schon ab Mitte 20 zeigen. In dieser Zeit beginnt die Haut, weniger Hyaluronsäure zu speichern, wodurch sie schneller an Feuchtigkeit verliert.

Wie kann ich erste Fältchen vorbeugen?

Eine Kombination aus täglichem Sonnenschutz und feuchtigkeitsspendender Pflege mit Hyaluronsäure kann helfen, die Haut zu glätten und erste Fältchen vorzubeugen und sichtbar zu mildern.

Sind erste Falten normal?

Ja, erste Fältchen sind ein natürlicher Teil der Hautalterung und entstehen durch Mimik, UV-Strahlung und die nachlassende Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu binden.

Welche Pflege ist bei ersten Fältchen sinnvoll?

Leichte Pflegeprodukte mit Hyaluronsäure sind besonders geeignet, da sie Feuchtigkeit in der Haut binden und so für ein glatteres Hautbild sorgen.

Medizinisch geprüft von: Dr. Dennis Roggenkamp

Dr. Dennis Roggenkamp ist promovierter Biochemiker und seit über 15 Jahren für Eucerin in unterschiedlichen Bereichen tätig. Begonnen hat er in der Hautforschung, wo er zu Neurodermitis und empfindlicher Haut forschte. Anschließend war er in der Produktentwicklung von Eucerin im Bereich Studien und Claims tätig. Danach war er im internationalen Medical Management von Eucerin für Sonnenschutz, Hyperpigmentierung und sehr empfindliche Haut zuständig. Momentan ist er Head of Medical Science & Channel Management für das gesamte Eucerin-Sortiment in Deutschland.


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