Warum bekomme ich erste Fältchen?

Die Entstehung erster Fältchen beginnt lange bevor sie sichtbar werden. Tatsächlich handelt es sich um einen kontinuierlichen biologischen Alterungsprozess, der bereits ab dem jungen Erwachsenenalter einsetzt.
Biologische Veränderungen in der Haut
Mit zunehmendem Alter verlangsamen sich zentrale Prozesse in der Haut:
- Die Produktion von Kollagen nimmt ab – das wichtigste Strukturprotein der Haut verliert an Stabilität.
- Der Anteil an Elastin sinkt – die Haut wird weniger flexibel.
- Die Konzentration von Hyaluronsäure reduziert sich – Feuchtigkeit geht verloren.
- Die Haut wird schlechter durchblutet, die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung nehmen ab.
- Die Zellregeneration verlangsamt sich – die Haut erneuert sich langsamer.
Die Folgen: Die Haut kann weniger Feuchtigkeit speichern, verliert an Elastizität, wird trockener unddünner.
Und ab etwa Mitte 20 wird dies auch äußerlich sichtbar – in Form von ersten kleinen Fältchen,besonders im Bereich rund um die Augen, Stirn und um den Mund herum.
Der Lebensstil ist entscheidend
Neben genetischen Faktoren spielen äußere Einflüsse eine zentrale Rolle. Sie bestimmen maßgeblich, wieschnell und stark sich erste Fältchen entwickeln.
Die wichtigsten Beschleuniger:
- UV-Strahlung: Hauptursache der vorzeitigen Hautalterung (Photoaging)
- Freie Radikale: entstehen durch Umweltbelastung, Stress und Rauchen
- Schlafmangel: beeinträchtigt Regeneration und Hautbarriere
- Ernährung: beeinflusst Zellschutz und Kollagenstruktur
Ein oft unterschätzter Mechanismus ist die sogenannte Glykation: Dabei reagieren Zuckermoleküle mit Kollagenfasern, wodurch diese verhärten und an Elastizität verlieren – die Haut wirkt schneller gealtert.
Welche Faltenarten gibt es?
Dynamische Falten (Mimikfalten)

Statische Falten

Statische Falten sind unabhängig von der Mimik sichtbar und entstehen durch strukturelle Veränderungen der Haut.
Typische Beispiele:
- Nasolabialfalte (zwischen Nase und Mundwinkel)
- Marionettenfalten
- feine Linien im gesamten Gesicht
Sie sind eng mit dem Verlust von Volumen und Spannkraft verbunden und werden durch äußere Faktorenzusätzlich verstärkt.
Aktinische Falten (UV-bedingte Falten)

Aktinische Falten entstehen durch chronische UV-Belastung. Sie zeigen sich häufig als feine, netzartige Linien, insbesondere an:
- Gesicht
- Hals
- Dekolleté
UV-Strahlung aktiviert Enzyme (sogenannte Matrix-Metalloproteinasen), die aktiv Kollagen abbauen – einzentraler Mechanismus der vorzeitigen Hautalterung.
Viele Hautalterungsprozesse beginnen deutlich früher, als sie sichtbar werden. Entscheidend ist die tägliche Prävention – insbesondere durch konsequenten UV-Schutz und antioxidative Pflege. Wer früh beginnt, kann die Entstehung erster Fältchen deutlich verlangsamen.

Was hilft wirklich gegen erste Fältchen? – 7 Expertentipps
1. Sonnenschutz ist der wichtigste Anti-Aging-Faktor

Dermatologische Studien zeigen, dass etwa 80 Prozent aller sichtbaren Hautalterungsprozesse die Folge von Sonnenstrahlung ist – genauer: die UV-Strahlung. Sie ist langerwelliger, dringt tiefer in die Hautein und begünstigt die Entstehung schädigender freier Radikaler.
Unser Tipp: Lieber die Mittagssonne meiden, denn sie ist besonders intensiv. Ebenso sollte die Sonnenbrille nicht fehlen – gern auch in geschlossenen Räumen. Denn ständiges Zusammenkneifen derAugen begünstigt das Entstehen dynamischer Falten. Auch Sonnenschutz sollte ganzjährig Bestandteil der täglichen Pflegeroutine sein – nicht nur im Sommer.
2. Sport unterstützt due Hautdurchblutung

3. Gezielte Hautpflege mit wirksamen Inhaltsstoffen
Eine effektive Anti-Age-Routine besteht aus wenigen, aber gezielten Schritten
- Reinigung – entfernt Schmutz undbereitet die Haut vor
- Serum – hat eine hochkonzentrierte Formel fürstraffer und jünger aussehende Haut
- Feuchtigkeitspflege – stärkt dieHautbarriere am Tag und in der Nacht ( Eucerin Hyaluron-Filler + 3x Effect Straffende Nachtpflege )
- Sonnenschutz – schützt vor UV-Schäden
4. Ernährung ist der Einfluss von Innen

Für eine gute Anti-Aging-Ernährung heißt es: Die Mischung macht’s.
Auf dem Speiseplan sollten ausreichend Obst- und Gemüsesorten, Salat, Hülsenfrüchte, aber auchVollkornprodukte und Fisch stehen. Die Lebensmittel enthalten wertvolle Vitamine, Spurenelemente undsekundäre Pflanzenstoffe – wichtig für den jugendlichen Teint. Und natürlich: trinken, trinken, trinken –mindestens 1,5 Liter pro Tag*. Ideal sind dabei (Mineral)Wasser, ungesüßte Säfte und Früchtetees.Schwarze Tees und Kaffee sollten hingegen nicht zu den 1,5 Litern hinzugerechnet werden.
Hier erfährst du, wie du mit der richtigen Ernährung effektives Anti-Aging betreiben kannst.
*laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V.5. Schlaf und Regeneration

Schlafmangel ist ein Risikofaktor für vorzeitige Hautalterung. Durch das Schlafdefizit wird unter anderemdie Produktion von Cortisol angekurbelt – ein Hormon, dass auch bei Stress freigesetzt wird. Es behindertdie Bildung von Hyaluronsäure, die wiederum Wasser bindet und für Elastizität und Straffheit desBindegewebes sorgt. Während des Schlafs laufen essenzielle Reparaturprozesse ab:
- Zellneubildung wird aktiviert
- Wachstumshormone werden ausgeschüttet
- Hautbarriere regeneriert sich
Den Schönheitsschlaf gibt es also wirklich!
6. Gesunde Psyche, gesunde Haut

Der Ausdruck „Sorgenfalten“ kommt nicht von ungefähr. Psyche und Haut sind eng miteinanderverbunden. Stress beeinflusst die Haut stärker als oft angenommen.
- Erhöht Cortisolspiegel (das Hormon, das die Bildung von Hyaluronsäure behindert)
- Fördert freie Radikale
- Hemmt Hyaluronproduktion
Tipp: Meditationen, Achtsamkeitstraining oder Yoga: Mentale Entspannungsübungen helfen, zur Ruhe zukommen und Stress abzubauen.
Der Ausstoß von Stresshormonen wird verringert, der Herzschlagverlangsamt sich, wir entspannen und erholen uns.
7. Lebensstil als langfristiger Hebel
Viele kleine Gewohnheiten haben langfristig große Auswirkungen:
- Rauchen beschleunigt Kollagenabbau
- Alkohol entzieht der Haut Feuchtigkeit
- Dauerhafte Mimik (z. B. Bildschirmarbeit) verstärkt Faltenbildung
Zigaretten sind kein Genuss – zumindest nicht für unsere Zellen. Denn mit jedem Zug gelangen unzählige freie Radikale in den Körper. Dort hemmen sie nicht nur die Neubildung von Kollagen, die freien Radikale fördern sogar aktiv den Abbau von Kollagen- und Elastinfasern. Darüber hinaus verengt das Nikotin die Blutgefäße – die Versorgung der Haut mit Sauerstoff und Nährstoffen lässt nach.
Alkohol steht seinem Partybruder in nichts nach: Die Drinks führen dazu, dass die Konzentration von Antioxidantien in der Haut abnimmt. Die Haut ist nicht mehr so gut vor den schädigenden freien Radikalengeschützt. Gleichzeitig verlangsamt Alkohol die Hautregeneration, schwächt das Bindegewebe und entzieht der Haut Wasser und Nährstoffe.
Häufig gestellte Fragen zu ersten Fältchen
Ab wann bekommt man erste Fältchen?
Wie kann ich erste Fältchen vorbeugen?
Sind erste Falten normal?
Welche Pflege ist bei ersten Fältchen sinnvoll?

Medizinisch geprüft von: Dr. Dennis Roggenkamp
Dr. Dennis Roggenkamp ist promovierter Biochemiker und seit über 15 Jahren für Eucerin in unterschiedlichen Bereichen tätig. Begonnen hat er in der Hautforschung, wo er zu Neurodermitis und empfindlicher Haut forschte. Anschließend war er in der Produktentwicklung von Eucerin im Bereich Studien und Claims tätig. Danach war er im internationalen Medical Management von Eucerin für Sonnenschutz, Hyperpigmentierung und sehr empfindliche Haut zuständig. Momentan ist er Head of Medical Science & Channel Management für das gesamte Eucerin-Sortiment in Deutschland.
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