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Pergamenthaut

Pergamenthaut: Ursachen, Anzeichen & Pflege

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Pergamenthaut - was ist das?

Der Begriff Pergamenthaut (auch: atrophische Haut) bezeichnet sehr dünne, trockene und empfindliche Haut, die schnell spröde und rissig werden kann und im fortgeschrittenen Stadium fast durchsichtig wirkt. Der Name kommt daher, dass Pergamenthaut leicht verletzbar ist und schnell einreißen kann – genau wie Pergament. Dadurch kommt es schneller zu Wunden, die auch nur langsam wieder abheilen. Betroffen sind vor allem ältere Menschen, da die Haut im Laufe des Lebens an Volumen und Elastizität verliert und immer dünner wird. Pergamenthaut kann aber auch andere Ursachen haben – sie kann zum Beispiel Folge einer Behandlung mit bestimmten Medikamenten sein. Bei Pergamenthaut ist eine gute Pflege essenziell, um Hautschäden zu minimieren und den Erhalt der natürlichen Hautschutzbarriere zu unterstützen. Hier erfährst du alles zu den Ursachen, Symptomen und der Pflege von atrophischer Haut.

Ursachen von Pergamenthaut

Frau mit Pergamenthaut

Die häufigste Ursache von Pergamenthaut ist zweifellos die intrinsische Hautalterung – ein physiologischer Prozess, der nicht heilbar, aber gut zu behandeln ist. Bei immer dünner werdender Haut bauen sich Strukturproteine wie Elastin und Collagen ab, die Haut verliert an Volumen und das Unterhautfettgewebe bildet sich zurück. Unter der Haut zeichnen sich dann zunehmend die Venen ab und die Haut wird immer empfindlicher. So kann bei Pergamenthaut schon ein leichtes Kratzen zum Einreißen der Haut führen. Da zusätzlich altersbedingt Trockenheit  auftritt, sind auch ein raues Hautgefühl und Juckreiz Teil der atrophischen Haut im Alter. Neben dem natürlichen Alterungsprozess der Haut kann auch eine Erkrankung zugrunde liegen oder eine innere oder äußerliche Behandlung mit bestimmten Wirkstoffen der Auslöser für die Entstehung von Pergamenthaut sein.

Pergamenthaut als Folge von Erkrankungen

Einige Grunderkrankungen können die Entstehung von Pergamenthaut verursachen. Dazu gehören zum Beispiel Diabetes oder bestimmte Lebererkrankungen wie eine Leberzirrhose. Bei letzterer können sogenannte Leberhautzeichen auftreten; dazu gehört auch die Pergamenthaut. Weitere Grunderkrankungen, die als Ursache für Pergamenthaut infrage kommen können, sind z. B.

• Rheumatoide Arthritis

• Nervenschäden

• Verengung der Blutgefäße (vor allem in Armen und Beinen)

• Unterernährung

• Borreliose

Bei krankheitsbedingten Ursachen ist die Bildung von Pergamenthaut meist reversibel: Nach adäquater Behandlung der Grunderkrankung bessert sich häufig auch der Hautzustand wieder.

Dünne Haut durch Cortison

Ein weiterer häufiger Auslöser für das Dünnerwerden der Haut und damit die Entstehung von Pergamenthaut ist die Behandlung mit Kortikosteroiden. Ist eine arzneiliche Therapie die Ursache, so bessert sich der Hautzustand oft nach Absetzen bzw. Umstellen der Therapie. Cortison wird bei unterschiedlichen Erkrankungen in Form von Salben oder Tabletten verschrieben. Oft kommen cortisonhaltige Präparate bei Neurodermitis oder rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz. Bei vorübergehender, kontrollierter Einnahme bzw. topischer, also äußerer Anwendung nach ärztlicher Verordnung kommt es jedoch in der Regel nicht zur Entstehung von Pergamenthaut. Diese kann sich nur nach jahrelanger, unkontrollierter Anwendung von Produkten mit Cortison entwickeln.

Für den Fall, dass nach erfolgreicher Behandlung einer Erkrankung oder Absetzen eines cortisonhaltigen Präparats weiterhin Pergamenthaut besteht, solltest du dich ärztlich beraten lassen.

Wie sich atrophische Haut von Altershaut unterscheidet

Im Grunde ist atrophische Haut eine Form der Altershaut. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen der extrinsischen Hautalterung (oft als Altershaut bezeichnet) und der intrinsischen Hautalterung (Pergamenthaut). Eines der wichtigsten Anzeichen, welches erkennen lässt, ob Alters- oder atrophische Haut vorliegt, kannst du folgendermaßen feststellen: Nimm eine Hautfalte zwischen Zeigefinger und Daumen und hebe sie vorsichtig an. Bleibt die Hautfalte auch nach dem Loslassen einige Sekunden stehen, bevor sie sich allmählich wieder absenkt, handelt es sich wahrscheinlich um Pergamenthaut. Aber Vorsicht: Das Phänomen kann auch bei einem starken Flüssigkeitsmangel auftreten, der allerdings mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr wieder behoben werden kann. Neben dieser Möglichkeit, Pergamenthaut zu erkennen, gibt es noch weitere Merkmale, die atrophische und Altershaut unterscheiden.

Pergamenthaut an den Händen
Pergamenthaut zeichnet sich unter anderem durch die deutliche Sichtbarkeit der Adern unter der Haut aus

Merkmale und Anzeichen von Pergament- bzw. atrophischer Haut:

• Pergamenthaut (atrophische Altershaut) entsteht durch intrinsische Hautalterung.

• Die Haut ist schlaff, sehr dünn und substanzlos.

• Es bilden sich sehr feine Falten.

• Die Haut bekommt eine bläulich-gräuliche Farbe und wirkt beinahe durchsichtig.

• Venen und Blutgefäße sind durch die Haut sichtbar.

• Pergamenthaut besitzt praktisch keine Elastizität mehr und reißt daher schnell ein. Wunden heilen schlecht aus.

• Sie reagiert empfindlich auf mechanische Reize und ist anfälliger für Hämatome.

Trockene Haut an der Stirn
Altershaut ist trocken und rau, jedoch nicht durchscheinend und weniger empfindlich als Pergamenthaut

Merkmale und Anzeichen von Altershaut bzw. normaler Hautalterung:

• auch „hypertrophe“ Altershaut

• sehr trocken, teilweise rau

• sichtbarer Volumenverlust 

• Elastizität und Festigkeit nehmen ab, es bilden sich Falten 

• Feuchtigkeitsverlust führt zu Schuppung und juckender Haut

• Folge innerer und äußerer Faktoren wie z. B. übermäßige Sonnenexposition, die zur Hautalterung beitragen

Pergamenthaut pflegen

Eucerin Aquaphor Protect & Repair Salbe

Die Pflege von Pergamenthaut sollte Cremes und Reinigungsprodukte umfassen, die intensiv Feuchtigkeit spenden, die Regeneration der Haut fördern und den Erhalt der natürlichen Hautschutzbarriere unterstützen. Durch ihren rückfettenden und feuchtigkeitsspenden Effekt können Cremes und andere Pflegeprodukte mit dem Wirkstoff Panthenol bzw. Dexpanthenol bei Pergamenthaut hilfreich sein. Zudem sind Produkte auf Wasser-Öl-Basis empfehlenswert. Diese sind besonders verträglich bei leicht zu reizender, dünner Haut, wirken feuchtigkeitsspendend und eignen sich damit gut als Pflege für Pergamenthaut.

Eucerin bietet als Basis- und Akutpflege für atrophische Haut die Aquaphor Protect & Repair Salbe. Sie schützt die Haut, indem Sie einen wasserdampfdurchlässigen Film auf der Haut bildet. So verhindert sie Feuchtigkeitsstau, während sie dafür sorgt, dass weder Keime noch Schadstoffe in die Haut eindringen können. Mit dem beruhigenden Wirkstoff Panthenol fördert sie die Feuchtigkeitsversorgung und Regeneration der Haut. Bevorzuge außerdem Reinigungs- und Pflegeprodukte, die pH-hautneutral sind und dabei helfen, die Hautschutzbarriere intakt zu halten. Das ist bei Pergamenthaut besonders wichtig, da sie bei Irritationen und Veränderungen des pH-Werts stärker reagiert als gesunde Haut. Wir empfehlen, bei atrophische Haut duftstofffreie Produkte mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen zu wählen. Geeignet sind zum Beispiel die Produkte aus der AtopiControl Pflegeserie von Eucerin. Eine weitere, milde und parfümfreie Pflege ist die Eucerin UreaRepair ORIGINAL Lotion 3 %. Sie spendet sehr trockener, rauer Haut intensiv Feuchtigkeit und hilft so, die natürliche Hautschutzbarriere aufrecht zu erhalten.

Pflege Pergamenthaut konsequent mehrfach am Tag, um ihr ausreichend Feuchtigkeit zuzuführen und die Hautbarriere durch den schützenden Lipidfilm zu stabilisieren. Außerdem kannst du durch das Beachten verschiedener Faktoren weiterem Elastizitätsverlust und Austrocknen vorbeugen und so dem Fortschreiten der dünner werdender Haut entgegenwirken:

Trinke jeden Tag ausreichend: 1,5-2 Liter Wasser versorgen den Körper und die Haut mit wichtiger Feuchtigkeit.

Dusche kurz und lauwarm: Heiße Bäder sind bei Pergamenthaut verführerisch, da das Kälteempfinden deutlich höher ist. Diese lösen allerdings Lipide aus der Haut und trocknen sie noch mehr aus.

Nicht kratzen: Auch, wenn es schwerfällt – um Wunden zu vermeiden, die nur mit Mühe wieder verheilen, solltest du bei Juckreiz lieber eine lindernde, feuchtigkeitsspendende Pflege auf die betroffenen (geschlossenen!) Hautstellen auftragen. Hier kannst du zum Beispiel die Eucerin AtopiControl AKUTPFLEGE CREME verwenden.

Schonen: Setze atrophische Haut keinen unnötigen Strapazen aus. Wähle weiche Materialien bei Kleidung und Handtüchern (z. B. Baumwolle oder Seide), vermeide Reibung (Haut trockentupfen, nicht rubbeln!) und achte auf eine gute Körperhygiene.

Ist Pergamenthaut reversibel?

Ist Pergamenthaut durch den Alterungsprozess entstanden, kann dieser nicht rückgängig gemacht werden. Jedoch kannst du mithilfe der richtigen Pflege und einer auf Pergamenthaut angepassten Lebensweise Symptome wie Spannungsgefühle und Empfindlichkeit reduzieren. Wenn Erkrankungen oder Therapien mit Cortison dünne Haut oder atrophische Haut verursacht haben, ist diese Entwicklung reversibel: Nach Ausheilen der Erkrankung, Ende der Behandlung oder erfolgreicher Therapie kann eine vollständige Regeneration erfolgen. Auch hier ist es sinnvoll, die Haut zu schonen und intensiv zu pflegen, bis wieder ein gesunder Hautzustand erreicht ist. Jahrelange Behandlungen mit Kortikosteroiden können jedoch auch dazu führen, dass die Haut sich nicht mehr regeneriert und dünn bleibt. Dann ist die Pergamenthaut irreversibel.

Medizinisch geprüft von: Frau Dr. Simone Presto

Frau Dr. Simone Presto ist seit 1997 Medical Advisor bei der Beiersdorf AG. Ihr Schwerpunkt ist die Dermatologie. Sie steht im regelmäßigen Austausch mit Ärzt*innen, Apotheker*innen sowie Verbraucher*innen und betreibt aktive Aufklärungsarbeit zur adäquaten Hautpflege. Zuvor studierte sie Humanmedizin und arbeitete als praktische Ärztin mit Qualifikation in pharmazeutischer Medizin.

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