Eine Frau schaut in den Spiegel und versucht einen Pickel auszudrücken.

Mitesser entfernen: Das hilft gegen Hautunreinheiten

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Um Mitesser zu entfernen, kann auf Dampfbäder, selbstgemachte Gesichtsmasken oder natürliche Hausmittel wie Teebaumöl zurückgegriffen werden. Ein gesunder Lebensstil wirkt ebenfalls unterstützend.
  • Die richtige Pflege hilft dabei, Hautunreinheiten vorzubeugen. Dazu zählt tägliche Gesichtsreinigung oder auf das Hautbild abgestimmte Pflegeprodukte wie Peelings und Cremes. Bei ausgeprägter Akne kann eine medikamentöse Behandlung infrage kommen.
  • Pickel niemals ausdrücken. Das Risiko für Entzündungen und noch größere Pickel ist sehr hoch. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann deshalb in einem professionellen Kosmetikstudio seine Pickel und Mitesser entfernen lassen.

Welche Hausmittel helfen gegen Mitesser?

Um mögliche Mitesser loszuwerden und ein schönes klares Hautbild zu bekommen, kannst du es zunächst mit verschiedenen vielfach bewährten Hausmitteln versuchen.

Dampfbäder öffnen die Poren

Junge Frau beugt ihr Gesicht über eine Schüssel mit dampfendem Wasser.
Dampfbäder mit Kamille öffnen die Poren und wirken entzündungshemmend.

Mitesser entstehen, wenn die Poren verstopft sind – also ist es wichtig, diese zu öffnen. Dabei können regelmäßige Dampfbäder mit Kamille (z. B. flüssig oder im Teebeutel) sehr hilfreich sein, rät Apothekerin Alina Folge. Durch den warmen Dampf öffnen sich die Poren und der überschüssige Talg kann abfließen. Gleichzeitig wirkt der Kamillen-Zusatz beruhigend und entzündungshemmend auf die Haut. Nach dem etwa viertelstündigen Dampfbad sollte die Haut kurz ruhen und kann anschließend wie gewohnt gereinigt werden.

Selbstgemachte Gesichtsmasken gegen Mitesser

Wer ein wenig im Internet recherchiert, wird auf eine Fülle verschiedener Rezepte für selbstgemachte Gesichtsmasken gegen Mitesser stoßen – von Backpulver und Zitrone über Heilerde und Aloe vera bis hin zu Aktivkohle. Was für dich persönlich am besten geeignet ist, wirst du wahrscheinlich selbst ausprobieren müssen.
Vorteil: Die meisten Zutaten für solche Gesichtsmasken sind günstig und einfach zu bekommen.

Teebaumöl gegen Mitesser anwenden

Teebaumöl ist als Hausmittel gegen Mitesser weit verbreitet. Das liegt daran, dass es entzündungshemmend und antibakteriell wirkt. Das hilft wiederrum dabei, Mitesser zu entfernen.

Hinweis: Teebaumöl hat ein relativ hohes Allergenpotential und sollte daher besonders bei Personen mit empfindlicher Haut nur vorsichtig und verdünnt angewendet werden. Auch hier gilt: vorsichtig ausprobieren.

Unser Tipp: Nach der Pflege-Routine ein paar Tropfen Teebaumöl auf ein Wattepad träufeln und damit die Mitesser und Pickel betupfen.

Was hilft gegen Mitesser? 5 Tipps gegen Hautunreinheiten

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, Mitesser zu entfernen und lästigen Hautunreinheiten vorzubeugen. Dazu zählen:

  • Tägliche Gesichtsreinigung

Bevor du irgendwelche anderen Maßnahmen ergreifst: Eine gewissenhafte, morgendliche und abendliche Reinigung ist die Basis gegen Mitesser und Pickel. Wichtig ist hierbei weniger die Intensität als vielmehr die Regelmäßigkeit, mit der du deine unreine Haut pflegst.

  • Gesunder Lebensstil

Sowohl deine Ernährung als auch dein allgemeiner Lebensstil können sich positiv auf dein Hautbild auswirken. Es gibt Hinweise darauf, dass eine gesunde Ernährung Akne und Hautunreinheiten verbessern kann, indem du z. B. Milchprodukte und hochglykämische Lebensmittel reduzierst und mehr Ballaststoffe oder Antioxidantien zu dir nimmst. Auch regelmäßige Bewegung und Sport hilft bei Pickeln durch bessere Durchblutung und Stressabbau – und beugt so gleichzeitig Stresspickeln vor.

  • Medikamentöse Akne-Behandlung

Heutzutage empfehlen viele Ärzt*innen, bei Anzeichen von Acne vulgaris nach dem Motto „Hit hard and early“ vorzugehen – also möglichst frühzeitig und mit einer geeigneten Akne-Behandlung mit Medikamenten. Damit soll verhindert werden, dass sich eine Akne-Erkrankung erst voll ausbildet.

Hole dir unbedingt dermatologischen Rat ein, wenn du bei dir Akne vermutest, um die für dich passende Behandlung zu erhalten.

  • Achte auf Hygiene

Versuche, dir weniger ins Gesicht zu fassen. Denn gerade auf deinen Fingern befinden sich meist viele Bakterien, die du bei Kontakt mit deiner Gesichtshaut darauf verteilst.

  • Peelings für ein besseres Hautbild

Bei Peelings verhält es sich ähnlich wie bei Gesichtsmasken – es geistern unzählige Rezepte, Empfehlungen und Tipps durchs Internet. Wichtig ist, ein Peeling zu wählen, das dem Hauttyp entspricht und die Haut nicht unnötig reizt. Außerdem sollte darauf geachtet werden, nicht komedogene (nicht porenverstopfende) Produkte zu verwenden.

Ebenfalls entscheidend: Peelings maximal ein- bis zweimal die Woche anwenden. Wenn du zu häufig ein Peeling anwendest, schwächst du die natürliche Schutzbarriere der Haut. Das wiederum regt die Talgproduktion an und (weitere) Mitesser und Pickel können die Folge sein.

Das Eucerin DermoPure Clinical Waschpeeling reinigt und peelt sanft, dank natürlichen Inhaltsstoffen wie Milchsäure und Mikropartikeln. Es öffnet verstopfte Poren, verfeinert die Hautstruktur und sorgt so für ein geschmeidiges, klares Hautbild.

Wer statt eines Peelings eine sanftere Reinigung bevorzugt, kann das Eucerin DermoPure Clinical Porenverfeinernde Reinigungsgel verwenden. Es ist frei von Seife, Alkohol und Duftstoffen und entfernt dank Salicylsäure Mitesser, überschüssigen Talg sowie abgestorbene Hautzellen.
Wer dauerhaft unter Hautunreinheiten leidet, dem empfiehlt Apothekerin Alina Folge "eine Behandlung beim Dermatologen."

Mitesser auf der Nase entfernen – diese Mittel helfen

Da die T-Zone des Gesichts (Stirn, Nase, bis runter zum Kinn) häufig von Hautunreinheiten betroffen ist, kommen auch Mitesser auf der Nase häufig vor. Das liegt daran, dass sich hier besonders viele und voluminösere Talgdrüsen befinden. Diese produzieren besonders viel Talg, was schnell zu verstopften Poren auf der Nase führt – die dann als Mitesser sichtbar werden.

Viele fragen sich: Sollte ich die Mitesser auf der Nase ausdrücken?

Mitesser wie auch Pickel auszudrücken ist nicht empfehlenswert. Achte stattdessen darauf, die Haut bei Mitessern auf der Nase vor allem in diesem Bereich gründlich zu reinigen und zu pflegen. Auch Masken gegen Unreinheiten und Hausmittel wie Zitronenwasser können helfen. Mische dazu etwas Zitronensaft mit einem Löffel Zucker und massiere die Mischung in die Haut auf deiner Nase ein. Die Kombination aus dem Peelingeffekt des Zuckers und der antibakteriellen Wirkung des Vitamin C hilft dabei, Mitesser auf der Nase zu entfernen und ihrer Neuentstehung vorzubeugen.

Die richtige Gesichtspflege hilft, Hautunreinheiten vorzubeugen

Um Mitesser zuverlässig zu entfernen, rät Apothekerin Alina Folge: "Eine gründliche, aber sanfte Hautpflege [ist] entscheidend. Besonders wirksam sind Produkte mit Inhaltsstoffen wie Salicylsäure oder Milchsäure, die die Poren klären und überschüssigen Talg entfernen. Ergänzend kann eine regelmäßige Reinigung – z.B. mit einem milden Peeling – helfen, neue Mitesser zu verhindern. Wichtig ist, dass die Produkte nicht komedogen sind."

Mithilfe dieser drei einfachen Schritte kannst du Mitessern ganz einfach vorbeugen:

Eine Frau mit grauem Haarband wäscht ihr Gesicht über dem Waschbecken.

1. Reinigen

Tägliche Gesichtspflege hilft, das Hautbild zu verbessern. Hierfür eignet sich beispielsweise ein mildes, nicht-komedogenes Reinigungsprodukt wie das Dermopure Clinical Erneuerndes Reinigungsgel. Das Gel befreit die Haut zuverlässig von abgestorbenen Hautschüppchen, überschüssigem Talg sowie Make-up und Schmutz.
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Lächelnde Frau mit weißem Handtuch auf dem Kopf klärt ihr Gesicht mit einem Wattepad.

2. Klären

Nach der Reinigung empfiehlt es sich, die Poren gründlich von Hautunreinheiten zu befreien. Für die Tiefenreinigung eignet sich beispielsweise das Dermopure Clinical Klärendes Tonic.
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Lächelnde Frau steht vor dem Spiegel und trägt sich Feuchtigkeitscreme punktweise auf ihr Gesicht auf.

3. Pflegen

Nach der Tiefenreinigung solltest du eine feuchtigkeitsspendende, nicht fettende Pflege auftragen. Dafür eignet sich beispielsweise die Dermopure Hydra Repair Feuchtigkeitspflege.
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Darf man Mitesser ausdrücken?

Es kann ungeheuer reizvoll sein, einen kleinen, dunklen Mitesser mal eben schnell auszudrücken. Aber wir raten dringend davon ab, Mitesser sowie Pickel auszudrücken. Denn dadurch kann der Talg ins umliegende Gewebe gedrückt werden, wodurch sich unschöne Entzündungen und noch größere Pickel bilden können.

Das gilt übrigens auch für die sogenannten Blackhead Removers (Mitesserentferner) oder Komedonendrücker. Auch hier ist die Gefahr, dass sich das Hautbild eher verschlechtert als verbessert, sehr hoch.

Wenn du deine Mitesser professionell entfernen lassen möchtest, machst du am besten einen Termin bei einem professionellen Kosmetikstudio aus. Auch viele Hautarztpraxen haben eigene Kosmetiker*innen, die sich auf die Behandlung von unreiner Haut spezialisiert haben – sie wissen, wie man tiefsitzende Mitesser am besten entfernen kann. So kommt es nicht zu Entzündungen und deine Haut kann in Ruhe abheilen.

Was sind Mitesser?

Mitesser kennen wir als geschlossene oder offene Komedonen. Die geschlossenen erkennst du an ihrer weißen Färbung (daher auch der Name Whitehead), da das Talgdrüsensekret nicht nach außen entweichen kann. Infolgedessen kommt es häufig zu den typischen, deutlich sichtbaren Pickeln und Pusteln. Die offenen, deutlich harmloseren Komedone erkennt man dagegen als kleine dunkle Punkte in der Haut (daher der Name Blackhead).

Die dunkle Färbung der schwarzen Mitesser hat nichts mit Schmutz oder unzureichender Körperpflege zu tun. Die Färbung entsteht, wenn der im Talg enthaltene Hautfarbstoff Melanin mit dem Sauerstoff in der Luft oxidiert.

Übrigens: Hast du dich auch schon mal gefragt, warum Mitesser eigentlich Mitesser heißen? Nun, der Name geht auf einen alten, weit verbreiteten Irrglauben zurück, nach dem Krankheiten vorwiegend durch Parasiten ausgelöst würden.

Man glaubte tatsächlich, dass diese kleinen, überwiegend schwarz-grauen Hautunreinheiten durch winzige Würmer verursacht würden, die sich unter der Haut einnisten und sich von Körperflüssigkeiten ernähren würden. Diese Schmarotzer nannte man Zehrwürmer, Dürrmaden oder auf Lateinisch „Comedones“, woraus sich der heute noch gebräuchliche medizinische Begriff „Komedo“ (von comedere = essen, verzehren) ableitet.

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Wie entstehen Mitesser?

Mitesser und Pickel entstehen, wenn die winzig kleinen Kanäle der Talgdrüsen aufgrund übermäßiger Verhornung und einer Überproduktion von Hautfetten verstopfen. Der produzierte Talg kann daraufhin nicht mehr schnell genug abfließen und es bildet sich eine Art Pfropf.

Diese entstehen vorwiegend in der sogenannten T-Zone des Gesichts, also auf der Stirn, der Nase und bis runter zum Kinn, weil sich an diesen Stellen besonders viele und voluminösere Talgdrüsen befinden. Das liegt daran, dass diese Bereiche den Witterungsbedingungen stärker ausgesetzt sind als die übrigen Gesichtszonen. Der Körper versucht sich so, vor äußeren Einflüssen bestmöglich zu schützen.

Um Mitesser zu entfernen, müssen die verhornten Hautzellen abgetragen oder aufgelöst werden. Nur so kann kann der Talg wieder richtig abfließen und die Verstopfung löst sich auf.

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