Neurodermitis gehört zu den häufigsten Erkrankungen in der Kindheit. Sie stellt in den westlichen Nationen zunehmend ein Problem dar, denn fast 20 % der Kinder sind betroffen. Es gibt Hinweise, dass bei Kindern mit dunkler Haut oder asiatischer Herkunft die Erkrankung in den ersten sechs Monaten häufiger auftritt als bei Kindern mit weißer Haut oder lateinamerikanischer Herkunft. Bei einem Drittel der Kinder verschwindet die Hautkrankheit im Kindesalter wieder, zwei Drittel sind jedoch bis in das Erwachsenenalter betroffen.
Neurodermitis gilt als genetisch bedingt. Untersuchungen zeigen, dass Kinder aus Städten in Industrieländern, wo die Schadstoffbelastung höher ist, und aus kalten Klimaregionen häufiger von der Erkrankung betroffen sind.
Es gibt einige Gründe, warum sich die Symptome nach Ausbruch der Erkrankung verschlimmern. Betroffene haben einen Mangel an wichtigen Lipiden und natürlichen Feuchthaltefaktoren. Dadurch ist die Hautbarriere geschwächt, der Feuchtigkeitsverlust steigt und die Haut neigt zu Trockenheit und Juckreiz. Zudem ist das Abwehrsystem Betroffener gestört, weshalb die Haut stärker auf die Umwelt reagiert und infektionsanfälliger ist.
Je größer die juckenden Stellen, desto stärker vermehren sich die Bakterien, die die Entzündung und Juckreiz verursachen. Die Erkrankung verschlimmert sich.
Bei hellhäutigen Kindern treten die Symptome am stärksten in den Hautfalten an den Gelenken auf, zum Beispiel an den Ellbogen, Handgelenken, in der Kniekehle und an den Knöcheln.
Weitere Informationen zur Behandlung und Pflege bei Neurodermitis.