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Drei Frauen mit unterschiedlicher Hautpigmentierung

Melanin – das Hautpigment und seine Funktion

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Was ist Melanin?

Melanin ist das Hautpigment, welches für die Färbung der Haut und der Haare verantwortlich ist. Zudem spielt es auch bei der Farbgebung der Augen eine Rolle. Es gibt mehrere Arten von Melanin. Beim Menschen kommen vor allem Phäo- und Eumelanin vor. Das Eumelanin ruft eine bräunliche bis schwarze Färbung von Haut und Haaren hervor, das Phäomelanin hingegen eine rötliche bis gelbe. Je nachdem, wie viel von welchem Melanin produziert wird, entstehen hellere oder dunklere Hauttypen mit hellen oder dunklen Haaren und Augen. Melanin ist in der Regel gleichmäßig in der Haut verteilt und sorgt so für ein ebenmäßiges Hautbild. Wenn das färbende Hautpigment lokal gehäuft produziert wird, entstehen dunkle Flecken, welche sich zum Beispiel als Muttermale und Leberflecken, Sommersprossen oder Altersflecken zeigen.

Wie wird das Hautpigment Melanin gebildet?

Melanin-Bildung

Die Haut besteht aus mehreren Schichten (Epidermis, Dermis und Subcutis), in denen sich unterschiedliche Zellen befinden. Die Melanozyten, welche in der Basalmembran – der Verbindung zwischen Epidermis und Dermis – liegen, haben die Funktion, Melanin zu bilden. Die Melanin-Produktion nennt man auch Melanogenese. Bei diesem komplexen biochemischen Prozess reichert sich die Aminosäure Tyrosin in den Zellen an und wird den Zellorganellen der Melanozyten zu Melanin umgewandelt. Bei Sonneneinstrahlung wird das produzierte Melanin in die oberen Schichten der Haut (die Epidermis) abgegeben. Als Hauptauslöser für die Anregung der Melanozyten zur Bildung von Melanin gilt der Einfluss von Sonnenstrahlung auf die Haut.

Schon gewusst? So wird Melanin gebildet

Das Melanin wird im Golgi-Apparat der Melanozyten synthetisiert und in spezialisierten Organellen, den Melanosomen, gespeichert. Diese werden über Dendriten („Verbindungsarme“) direkt an die Keratinozyten der Umgebung abgegeben und lagern sich dort kappenförmig über dem Zellkern ein.

Weitere Einflüsse auf die Melanin-Produktion

Es gibt einige weitere Faktoren, welche die Bildung von Melanin beeinflussen. Sie erhöhen die Aktivität der Melanozyten, wodurch Melanin an einigen Stellen des Körpers überproduziert wird. UV-Strahlen spielen bei allen Einflüssen eine mehr oder weniger wichtige Nebenrolle. Das sind die häufigsten Einflussfaktoren erhöhter Melanin-Produktion:

Bauch einer Schwangeren
Frau in der Sonne

  • Genetische Disposition: Die Genetik ist Grundlage aller Formen von Pigmentierung. Sie entscheidet darüber, wie die Haut auf Sonnenstrahlung und andere Umweltfaktoren reagiert. Bei dunkleren Hauttypen produziert der Körper dementsprechend mehr Melanin als bei helleren.
  • Alter: Mit voranschreitendem Alter bilden sich an besonders sonnenexponierten Stellen (Gesicht, Hände, Füße) Hautverfärbungen, die auch als Altersflecken bekannt sind.
  • Hormonveränderungen: Die Hormone können die Melanin-Produktion ebenfalls anregen. So ist ein häufiges Phänomen bei Schwangeren das Auftreten eines Melasmas  (Schwangerschaftsmaske). Ein weiterer Auslöser für eine Veränderung in der Melanin-Produktion ist die Einnahme oder das Absetzen der Pille.

Weitere Einflüsse auf eine gesteigerte (oder verringerte) Bildung von Melanin sind:

  • Luftverschmutzung
  • Medikamente
  • oder dermokosmetische Behandlungen (z. B. Laser)
  • Auch entzündliche Hauterkrankungen, die in Verbindung mit Sonnenstrahlung stehen, können eine ausgeprägte postinflammatorische Hyperpigmentierung auslösen.

Wie schützt das Hautpigment Melanin die Haut?

Wenn UV-Strahlen auf die Haut treffen, regen Sie die Melanin-Produktion in den Zellen an. Das Hautpigment Melanin sorgt für den Schutz der Zellen, indem es die Haut bräunt. Der Prozess des natürlichen Hautschutzes vor UV-induzierten Schäden verläuft so:

  1. Sonnenstrahlen treffen auf die Haut.
  2. Die Melanozyten steigern die Melanin-Produktion.
  3. Melanin wird in die oberen Hautschichten transportiert.
  4. Das Melanin schützt die Haut, indem es die Lichtenergie der Sonne in Wärmeenergie umwandelt.
  5. Dadurch verhindert das Hautpigment, dass die Zell-DNA geschädigt oder sogar zerstört wird.
  6. Das Melanin bräunt die Haut gleichmäßig.

Die Produktion von Melanin und die daraus resultierende Hautbräune sind also ein Zeichen dafür, dass der Körper sich vor der schädigenden Sonnenstrahlung zu schützen versucht. 

Sun Fluid Pigment Control

 

Trotz diesem in die Haut integrierten UV-Schutz ist es wichtig, die Haut auch von außen vor Zellschäden, die durch Sonneneinstrahlung entstehen, zu schützen. Besonders für Menschen mit hellem Hauttyp ist das Auftragen von Sonnencreme beim Aufenthalt im Freien essenziell. Neben dem Risiko, dass die Sonnenstrahlen die Melanin-Produktion lokal erhöhen und dunkle Hautflecken verursachen, bestehen auch gesundheitliche Gefahren: Durch UV-Strahlung werden freie Radikale in der Haut freigesetzt, die die DNA der Zellen angreifen und schädigen. Die Folgen können von UV-bedingter Hautalterung (Photoaging) bis hin zu einem erhöhten Hautkrebsrisiko reichen. Achte daher immer darauf, vor dem Aufenthalt im Freien ein passendes Sonnenschutzmittel aufzutragen.

Eucerin hat einen speziellen Sonnenschutz entwickelt, der die Überproduktion von Melanin und damit die Bildung von Hyperpigmentierung hemmt: Das Pigment Control Sun Fluid LSF 50+ schützt mit ADVANCED SPECTRAL TECHNOLOGY vor UVA- und UVB-Strahlung sowie HEV-Licht und hilft mit dem patentierten Pflegewirkstoff Thiamidol, Hyperpigmentierung zu verhindern und bereits vorhandene Pigmentflecken zu reduzieren.

Was passiert bei einer lokalen Überproduktion von Melanin?

Eine zu hohe lokale Produktion und Anhäufung des Hautpigments Melanin kann unerwünschte Folgen nach sich ziehen. Bei starker Sonnenexposition kann die Überproduktion von Melanin an den betroffenen Stellen zum Beispiel Hyperpigmentierungen in Form von Pigmentflecken  hervorrufen. Diese sind zwar in den meisten Fällen harmlos, können von Betroffenen aber als störender Makel empfunden werden. Zudem können die Verfärbungen, die durch eine zu hohe lokale Melanin-Produktion entstehen, auch ein Warnzeichen sein – denn hinter Pigmentflecken können sich auch Hauttumore, wie das Melanom, verbergen.

Wenn du neue Verfärbungen bzw. Pigmentveränderungen an der Haut bemerkst oder ein bestehender Pigmentfleck sich in Größe, Form oder Farbe verändert, juckt oder blutet, solltest du dies von einem Hautarzt untersuchen lassen. Ein guter regelmäßiger Selbstcheck mit Anwendung der ABCDE-Regel ist ebenfalls empfehlenswert. Bei dieser werden Muttermale und Leberflecken nach fünf unterschiedlichen Gesichtspunkten untersucht. Im Falle eines Verdachts der Mutation muss dann eine ärztliche Begutachtung erfolgen.

Pflegeprodukte gegen Pigmentflecken

Mit der Anti-Pigment Pflegeserie bietet Eucerin eine Reihe von Produkten, die die Bildung des Hautpigments Melanin regulieren und bei regelmäßiger Anwendung Pigmentflecken verschwinden lassen. Der Hauptwirkstoff in den Produkten, der die Bildung von Melanin in den Melanozyten reguliert, ist das hochwirksame, patentierte Thiamidol. Verfärbungen der Haut werden bereits nach 2 Wochen konsequenter Anwendung der Tages- und Nachtpflege sowie des Dual Serums sichtbar reduziert; gleichzeitig wird der Neuentstehung von Pigmentflecken vorgebeugt. Wissenschaftliche Studien bestätigten die Wirkung von Pflegeprodukten mit Thiamidol auf die Produktion von Melanin. Bei kontinuierlicher Anwendung verblassen Melanin-Flecken nach und nach. Auch der Neuentstehung von Pigmentflecken beugt der effektive patentierte Pflegewirkstoff Thiamidol vor. Das Resultat ist ein ebenmäßiger, glatter Teint. Die Anti-Pigment Tagespflege schützt mit LSF 30 die Haut vor UV-Strahlung und wirkt damit der Neubildung von Pigmentflecken durch lokale Melanin-Überproduktion entgegen. Zusätzlich werden vorhandene Flecken effektiv reduziert.

Wie lassen sich durch Melanin entstandene Verfärbungen entfernen?

Neben der Anwendung der Eucerin Anti-Pigment Pflegeprodukte gibt es auch einige dermokosmetische Behandlungsmethoden, die punktuelle Hautverfärbungen reduzieren oder sogar ganz entfernen können. Diese sind allerdings aufwändiger und erhöhen zudem die Lichtempfindlichkeit der Haut für einige Wochen. Lichtempfindliche Haut hat wiederum ein erhöhtes Risiko für die erneute Bildung von Hyperpigmentierungen.

Chemisches Peeling

Mit einem chemischen Peeling können Hyperpigmentierungen, die durch eine Anhäufung von Melanin entstanden sind, entfernt werden. Dabei wird eine säurehaltige Lösung auf die Haut aufgetragen, welche die oberste Hautschicht mit den oberflächlichen Pigmentflecken löst. Darunter kommt eine jüngere, hellere Hautschicht zum Vorschein. In den Lösungen sind oft unterschiedliche Hydroxycarbonsäuren enthalten. Fruchtsäure-Peelings sind beispielsweise einerseits oft sehr effektiv, wenn es um das Entfernen von Pigmentflecken geht. Allerdings sind sie auch eher aggressiv und können zu schweren Hautirritationen führen. Um dies zu vermeiden, darf zum Beispiel ein Vitamin-A-Säure Peeling nur von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden. Eine mildere Lösung zur Selbstanwendung bietet das DERMOPURE Hautbilderneuernde Serum. Es enthält einen Hydroxy-Komplex mit Fruchtsäuren sowie hautberuhigende und entzündungshemmende Stoffe, die Irritationen der Haut entgegenwirken.

Laser gegen Pigmentflecken

Mit Laserbehandlungen lassen sich durch Melanin verursachte Hautverfärbungen punktgenau entfernen. Je nach Intensität dringen die Impulse entweder nur in die obersten Schichten der Epidermis oder aber bis in die untersten Schichten der Dermis ein.

IPL-Technologie (Intense Pulse Light)

Als Alternative zum Laser ist die IPL-Technologie eine wirkungsvolle Methode gegen Sonnenflecken, die beispielsweise durch die Überproduktion von Melanin entstanden sind. Auch hier werden einzelne Hautstellen gezielt behandelt, wobei die Laserstrahlen durch stark gebündeltes Licht ersetzt werden. Beim Auftreffen auf die Haut werden diese in Wärmeenergie umgewandelt – ähnlich wie bei Sonneneinstrahlung. Die Hautzellen werden an den behandelten Stellen mitsamt den Farbpigmenten zerstört.

Gibt es so etwas wie Melanin-Mangel?

Bei einer sehr geringen oder nicht vorhandenen Melanin-Produktion spricht man von einem Melanin-Mangel (med. Hypomelanose). Es handelt sich dabei um eine durch Melanozyten-Mangel verursachte Pigmentstörung.

Wird Melanin stellenweise nur wenig oder gar nicht gebildet, können Hauterkrankungen wie Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) entstehen. An den Stellen, an denen die Melanin-Produktion eingestellt ist, hellt sich die Haut fleckenförmig auf. Hinzu kommt bei den meisten Betroffenen ein vorzeitiges Ergrauen der Haare, bei einigen sogar eine Veränderung der Augenfarbe. Die Ursachen für die Weißfleckenkrankheit sind nicht abschließend geklärt, man vermutet aber eine Autoimmunerkrankung, die dazu führt, dass die melaninbildenden Melanozyten in der Haut nach und nach zerstört werden. Dieser Effekt kann lokalisiert (örtlich begrenzt) oder generalisiert (am ganzen Körper) auftreten. Die von der Erkrankung betroffenen Stellen sind extrem empfindlich gegenüber Sonneneinstrahlung und sollten bei Aufenthalt im Freien ausreichend mit Sonnenschutzmittel versorgt werden.

Ist durch einen genetischen Defekt die Synthetisierung von Melanin gestört oder nicht möglich, kommt es zu Albinismus. Durch den ausgeprägten Melanin-Mangel sind Haut und Haare sehr hell bis weiß, die Haut wirkt durchscheinend und die Augen sind entweder blassblau bis grau oder rosarot. Eine rosa bis rote Augenfarbe entsteht, wenn die Regenbogenhaut keine Farbpigmente enthält. Dann scheinen die Blutgefäße des Augapfels durch. Bei Albinismus ist neben der starken Lichtempfindlichkeit der Haut und Augen vor allem die psychische Belastung bei vielen besonders hoch.

Medizinisch geprüft

Medizinisch geprüft von: Frau Dr. Simone Presto

Frau Dr. Simone Presto ist seit 1997 Medical Advisor bei der Beiersdorf AG. Ihr Schwerpunkt ist die Dermatologie. Sie steht im regelmäßigen Austausch mit Ärzten, Apothekern sowie Verbrauchern und betreibt aktive Aufklärungsarbeit zur adäquaten Hautpflege. Zuvor studierte sie Humanmedizin und arbeitete als praktische Ärztin mit Qualifikation in pharmazeutischer Medizin.

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